150 Jahre im Dienst der Stadt Gelsenkirchen

Oberbürgermeister Frank Baranowski ehrt Klaus Dieter Böhm, Norbert Wischnewski und Renate Murawski für ihr 50-jähriges Dienstjubiläum (v.l.).
Oberbürgermeister Frank Baranowski ehrt Klaus Dieter Böhm, Norbert Wischnewski und Renate Murawski für ihr 50-jähriges Dienstjubiläum (v.l.).
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Drei Jubilare wurden für ihre lange Amtszeit geehrt. Nun freuen sie sich auf den Ruhestand und schmieden Pläne für den neuen Lebensabschnitt.

Gelsenkirchen.. 50 Dienstjahre, ein Arbeitgeber - für die heutige Generation kaum vorstell- und machbar. Renate Murawski (64), Klaus-Dieter Böhm (63) und Norbert Wischnewski (64) wurden nun von Oberbürgermeister Frank Baranowski eben dafür geehrt.

„Da kommt eine Menge Verwaltungserfahrung zusammen“, sagt Baranowski, beglückwünscht die Jubilare und überreicht ihnen ihre verdienten Urkunden.

Start der Lehre schon mit 13 und 14

Alle drei absolvierten die Volksschule und begannen im Alter von gerade mal 13 oder 14 Jahren ihre Lehre. „Das war damals ganz normal. Trotzdem hatte ich mit 13 natürlich keine Vorstellung, was ich beruflich machen möchte. Eigentlich wollte ich Elektriker werden, aber meine Eltern meinten, ich solle es mal bei der Stadt versuchen, da hat man eine sichere Stelle. Ich habe es gemacht und bis heute nicht bereut“, erzählt Böhm, der heute bei der Gelsenkirchener Kommunalen Daten Zentrale (GKD) arbeitet und am 1. Dezember offiziell in den Ruhestand geht.

Die beiden anderen Jubilare stimmen ihm zu.„Ich habe immer sehr gerne, erst für die GKD und jetzt seit etwa 26 Jahren in der Stadtbibliothek gearbeitet. Die Arbeit mit Kunden und Büchern macht mir große Freude und ich hatte immer super Kollegen“, berichtet Murawski, die schon seit drei Jahren in Altersteilzeit arbeitet.

Auch Wischnewski kann nicht klagen, nach der Ausbildung und vielen Stationen in allen möglichen Verwaltungs-Abteilungen und beim Sozialamt, arbeitet er seit 25 Jahren in der Führerscheinstelle, seit fünf Jahren in Altersteilzeit. „Ich genieße meine freie Zeit. Ich mache mir auch keine Sorgen darüber, wenn ich bald noch mehr Freizeit habe. Ich reise, fahre Fahrrad und gehe joggen.“ Und letzteres macht der 64-Jährige drei bis vier mal die Woche, sieben bis zehn Kilometer, so bleibt er fit.

Keine Angst vor dem Ruhestand

Auch Böhm und Murawski bangt es nicht vor der Zeit ohne ihre gewohnte Arbeit. „Also mir wird sicher nicht langweilig. Ich habe zwei Enkel. Und außerdem sagt man doch auch immer, gerade Rentner haben nie Zeit“, lacht Murawski und Böhm fügt hinzu: „Ich schiebe zu Hause einen Tsunami an zu erledigenden Dingen vor mir her.“

In den 50 Jahren habe sich viel verändert, gerade die neue Technik, wie Computer am Arbeitsplatz, habe die Arbeit stressiger gemacht. „Es kam schleichend, man konnte sich dran gewöhnen. Aber viele Stellen wurden dadurch eingestampft. Ich finde es nach wie vor schöner etwa Gesetzestexte auf Papier, statt auf dem Bildschirm zu lesen. Aber man passt sich an. Wir haben damals noch mit der Adressmaschine (Adrema) gearbeitet, die kennt man heute gar nicht mehr“, lächelt Wischnewski.

Die Jubilare sind sich einig: „Es war eine spannende Zeit.“