15 Ultras aus Gelsenkirchen angeklagt

Die Staatsanwaltschaft Breda (Niederlande) hat gegen die nach einer Massenschlägerei mit Polizisten in Renesse inhaftierten Deutschen Anklage erhoben. Prozessbeginn ist am 1. Mai. Vier Gewalttäter aus Gelsenkirchen dürfen zurück nach Hause. Sie sind nach Angaben der Behörde minderjährig. Elf weitere „Ultras“ bleiben in U-Haft. „Nichtsdestotrotz werden sich an diesem Tag alle Fünfzehn um neun Uhr vor dem Gericht in Middelburg verantworten müssen“, teilte Martine Pilaar, Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit.

Keine „Hugos“ involviert

Nach Abgleich der Personendaten hat die Gelsenkirchener Polizei Gewissheit darüber, dass unter den Beschuldigten ausnahmslos Angehörige der „Ultras Gelsenkirchen“ (UGE) sind – gleiches gilt für den Rest der 78-köpfigen Feierrunde, die es mit viel Alkohol im Nordseebad am Wochenende hat krachen lassen. „Mitglieder der ‘Hugos’“, sagte Polizeisprecher Olaf Brauweiler“, „sind nicht darunter.“ Der Verdacht, dass es sich bei einem der Festgenommenen um einen 24-Jährigen gehandelt hat, der wegen Abbrennens von Pyrotechnik zu einer anderthalbjährigen Haft verurteilt worden ist, hat sich nicht erhärtet. „Er ist nicht darunter, er gehört den Hugos an und die beiden Gruppen sind sich nicht grün“, so Brauweiler. Die Angeklagten sind im Übrigen „polizeibekannt“, was Auswirkungen auf das Urteil haben könnte. Die Polizei rechnet damit, dass sie um Amtshilfe gebeten wird, neben den 15 Angeklagten gibt es ja noch mindestens 63 weitere zu vernehmende Zeugen.