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Zukunft Biomasse

19.02.2010 | 17:47 Uhr

Biomasse - das ist das Zauberwort für die Zukunft des alt-ehrwürdigen Hugo-Geländes. Das dieses Projekt kommt, das ist gut und schön. Aber es gibt auch Anlass zum Nachdenken.

Denn bei aller Euphorie für den Biomassepark und seiner Pilotfunktion für ähnliche Projekte im Land: Er ist nur die zweite Wahl für das große Gelände der ehemaligen Zeche Hugo, auf der einst 5000 Menschen einen Job hatten. Das eigentliche Ziel, das Gelände zu vermarkten und zur Ansiedlung neuen Gewerbes zu nutzen, ist nicht erreicht worden. Durch den Biomassepark  entsteht kaum ein Arbeitsplatz neu, wenn es hoch kommt eine Handvoll.

Dennoch muss man in diesen bescheidenen Zeiten dankbar sein, dass überhaupt noch etwas passiert, denn ein solches Projekt wie der Biomassepark ist nicht selbstverständlich, musste viele Hürden nehmen und Befürworter finden. Immerhin wird das Gelände genutzt und gestaltet.

Ein schnell nachwachsender Rohstoffpark ist städtebaulich allemal ansehnlicher, als eine Industriebrache, die es am Brößweg inzwischen auch schon seit zehn Jahren gibt. Ob die Sache wirtschaftlich ist, die Antwort auf diese Frage blieben die Kooperationspartner bislang schuldig. Einstweilen regiert in dieser Hinsicht offenbar eher das Prinzip Hoffnung.

Ein potenter Partner, der dazu beitragen könnte, die Unsicherheiten zu beseitigen, scheint die THS sein. Eine Beheizung ihrer umliegenden Siedlungen mit Wärme aus der Biomasse klingt gut, ist aber eine Frage der technischen Möglichkeiten und vor aller der Kosten. Davon wird die THS, die gern Vorzeigeprojekte entwickelt, ihr Engagement abhängig machen (müssen).

Eine andere Frage ist, ob das Regionalforstamt, Be-treuer des „urbanen“ Parks, eine Referenz-Heizanlage erhält, die Biomasse, sogenanntes Holzhackschnitzel, verfeuert. Der Aufwand hielte sich vergleichsweise in Grenzen, wäre aber ein kluges Vorzeigeprojekt.

Georg Meinert

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Kommentare
04.03.2010
07:27
Zukunft Biomasse
von Joanne | #4

Biomassepark ? Das Gute daran ist, dass das Gelände aufbereitet wird und bald endlich der Rad-Fußweg nicht mehr vor einem hohen Zaun endet.
Was wird aber mit den alten Gebäuden, die dort langsam dem Verfall preisgegebn sind? Gibt es dafür einen Plan? Weiterhin ein Treffpunkt für obskure Gestalten? Zäune und dicke Kettenschlösser halten niemanden ab, das Gelände zu betreten.
Die meisten Bueraner wissen gar nicht, wie es dort inzwischen aussieht: kaputt, verkommen, verdreckt!

23.02.2010
16:42
Zukunft Biomasse
von geradeausdenker | #3

...was schlecht ist, braucht man nicht noch schlecht zu machen: Die Menge an Energie in Form von Dieselkraftstoff, die die LKW´s derzeit in Lärm und Gestank verwandeln, könnte ökologisch sinnvoller eingesetzt werden.Von den Straßenschäden ganz zu schweigen...Das ist Öko-Heuchelei pur. Die umweltschädlichen Nebeneffekte für das Bio-Massen-Kraftwerk machen das Ganze zu einer Farce. Wenn man große Massen transportieren will, aber meint, die wesentlich energieeffizientere Bahn müsse dem LKW weichen, soll man´s besser bleiben lassen. Aber so ist unsere verbohrte (Verkehrs)Politik, die die Bahn mit der Privatisierung an die Wand fährt: Siehe Berliner S-Bahn, siehe Gütertransport auf der Straße trotz jahrzehntelangem Politikergeschwätz, es anders zu handhaben...

23.02.2010
16:04
Zukunft Biomasse
von MaiLeser | #2

Schade, dass es immer Leute gibt die alles schlecht machen. Natürlich wäre es wünschenswert wenn dort Arbeitsplätze entstehen könnten. Aber wenn es dafür keine Investoren gibt, ist es besser die
Brache zu begrünen als gar nichts mit dem Gelände anfangen.
Die Radfahrer und Spaziergänger wird es jedenfalls freuen.

19.02.2010
23:38
Zukunft Biomasse
von geradeausdenker | #1

DER Blödsinn soll Vorzeigeobjekt werden !? Die von den Pappelhassern in der Stadtverwaltung und bei Gelsendienste im Stadtgebiet nahezu ausgerotteten bzw. gerodeten Pappeln sollen auf dem ehemaligen Hogo-Areal als schnell nachwachsende Bio-Masse angepflanzt werde. Dazu walzt derzeit eine wahre Armada an LKW´s die ohnehin winter- und LKW-gestressten Straßen im Zulauf in Grund und Boden. Sie karren Mutterboden dafür an. Demnächst die Setzlinge. Die Zechenbahnverbindung musste ja flugs zum Radweg umgemodelt werden. Und wenn der Plunder geernetet wird, fast das ganze Spiel von vorn. Nebst Feinstaub, Dieselruß, Lärm, Gestank. Danke. Sehr ökologisch, der ganze Schwachsinn....

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