Weltreise der Philharmonie startet auf der Domplatte in Buer

Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen fahren über den Kanal und gastieren auf der Domplatte in Buer. „Kreuz und quer: Eine philharmonische Weltreise“ lautet ihr Programm.
Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen fahren über den Kanal und gastieren auf der Domplatte in Buer. „Kreuz und quer: Eine philharmonische Weltreise“ lautet ihr Programm.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Die Domplatte lebt – und sie kann auch Klassik: Am Sonntag, 21. Juni, 15 Uhr, gibt dort die Neue Philharmonie Westfalen (NPW) ein Open-Air-Konzert, eine Woche nach „Rock am Dom“.

Gelsenkirchen-Buer..  Die Domplatte lebt – und sie kann auch Klassik: Am Sonntag, 21. Juni, 15 Uhr, gibt dort die Neue Philharmonie Westfalen (NPW) ein Open-Air-Konzert, eine Woche nach „Rock am Dom“. Das Hochkultur-Motto ist Programm: „Kreuz und quer – eine philharmonische Weltreise“ hat Generalmusikdirektor und Dirigent Rasmus Baumann den launigen Nachmittag genannt, der – umsonst und draußen – alles andere als elitär daher kommen soll. Auch wenn statt Bier und Bratwurst Sekt und Häppchen serviert werden.

Wenn seine rund 60 Musiker auf der Bühne etwa die Italienische Sinfonie von Mendelssohn, eine Vertonung des jüdischen Gebets Kol Nidre von Max Bruch oder eine Promenade von Gershwin interpretieren, wollen die Organisatoren andere Zielgruppen ansprechen als jene, die ohnehin das MiR besuchen. Entsprechend international ist die Stückauswahl angelegt. „Uns geht es aber auch darum, den Kirchplatz zu beleben“, so Koordinator Reinhard Schaffrick von der St.-Urbanus-Gemeinde, die das Konzert veranstaltet – 125 Jahre nachdem der Kirchenvorstand den Bau eines neuen Gotteshauses beschlossen hatte.

Zwei Stunden Hochkultur

Auf zwei Stunden Hochkultur (mit Pause) dürfen sich die Klassikfans freuen, für die 600 Stühle aufgestellt werden. „Bei Regen weichen wir in die Kirche aus“, so Schirmherr Weihbischof Wilhelm Zimmermann, der vor eineinhalb Jahren als Propst von St. Urbanus gemeinsam mit Oberbürgermeister Frank Baranowski die Idee für das Klassik-Open-Air-Konzert auf der Domplattte entwickelt hatte. Der OB hatte damals prompt per SMS den damaligen MiR-Chefdirigenten Rasmus Baumann angetextet, ob der sich das vorstellen könne – schon waren die Grundabsprachen getroffen.

Siegbert Panteleit, Sprecher der ISG Domplatte, hält die Domplatte geradezu für ideal für ein solches Klassik-Event: „Die Fläche bietet sich auch als historischer Ort an, an dem sich die Menschen schon seit Jahrhunderten treffen, beten und singen. Das ist der Baustein für ein bürgerschaftliches Miteinander, das auch für die Zukunft wichtig ist.“