Sozialkirche St. Michael
Weiterer Meilenstein
11.03.2010 | 07:02 Uhr 2010-03-11T07:02:00+0100
Die Sozialkirche St. Michael an der Valentinstraße in Hassel nimmt weitere Formen: Jetzt zog die Kleiderkammer aus dem Pfarrheim St. Michael in die nicht mehr für regelmäßige Gottesdienste genutzte Kirche.
Das Projekt Sozialkirche St. Michael schreitet voran: Gestern eröffnete die Kleiderkammer der kath. Kirchengemeinde erstmals in der Kirche an der Valentinstraße ihre Pforten - bislang war sie im Pfarrheim untergebracht. Gleichzeitig wurde der Second-Hand-Shop, der seit Herbst in dem alten Gotteshaus untergebracht ist, offiziell eröffnet und umbenannt in „Gewandhaus“.
Und es gab einen weiteren Grund, um gestern bei Kaffee und Kuchen, Würstchen und belegten Brötchen inne zu halten: Die Ausgabestelle Hassel der Gelsenkirchener Tafel besteht seit einem Jahr. „Das alles sind Meilensteine, das Projekt Sozialkirche voran zu bringen“, bilanzierte Gemeindereferent Hermann Spickermann. Zum Konzept, an dem weiter gearbeitet werde, gehöre auch die Nutzung der Kirche für einzelne Gottesdienste von Schulen, Kindergärten oder Gruppen, als Veranstaltungsort für Konzerte sowie als Ort der Ruhe und Stille, wozu die Kirche sonntäglich von 17 bis 19 Uhr geöffnet sei. „Auch das ist ein Stück Sozialkirche“, so Spickermann.</p><p>Das Konzept sei noch nicht zu Ende entwickelt, weitere Ideen, die Kirche „inhaltlich“ zu nutzen, willkommen, so Markus Zingel, Vorsitzender des Fördervereins Sozialkirche mit über 200 Mitgliedern. Vom Tisch sei aber der Vorschlag, das Kircheninnern um-zubauen oder umzunutzen.
Ursula Gandjeh-Sani, Vorsitzende der GE-Tafel, berichtete, dass Woche für Woche 60 bis 70 Personen von der Hasseler Tafel versorgt würden. „Es läuft gut.“ Allerdings könnte die Ausgabestelle noch mehr Wurst- und Molkereiprodukte „verkraften“. Langfristig wolle man die Ausgabe um 25 Personen erhöhen. Ab dem Mittwoch nach Ostern (7. April) will die Tafel zusätzlich einmal monatlich mittwochs (14 -15.30 Uhr) zu einer Café-Tafel (Kaffeetrinken)einladen.
Die Kleiderkammer, die nun in die Michaels-Kirche zog, ist weiter dienstags 9-11.30 Uhr geöffnet, aber nun auch mittwochs 14-15 Uhr. Über 25 Jahre ist sie alt - seit Jahren wird sie von Teresa Swientek und Hildegard Thomczek betreut. Das „Gewandhaus“, geführt von Renata Rode und Rita Reichmann, ist mittwochs und freitags (je 11-15 Uhr)geöffnet.
13:37
„Das alles sind Meilensteine, das Projekt Sozialkirche voran zu bringen“ Interessant daran ist, das Propst Wilhelm Zimmerman das ganze eher als wenig sinnvolle Idee bezeichnet. Siehe auch:
http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen-buer/Kirchen-Zukunft-noch-ungewiss-id2351529.html
Richtig ist, das der Förderverein der Kirchen sehr viele Mitglieder hat, diese haben aber nichts mit der Planung der Sozialkirche an sich zu tun, denn schon allein die Satzung des Vereins gibt das nicht her. Der Konzeptausschuss besteht aus wenigen Mitgliedern, die ebenso wenige Konzepte haben.
Unerwähnt bleibt auch, wie der Konzeptausschuss das finanziell stemmen will, würde doch die Sanierung der Kirche mehrere hunderttausend Euro kosten! Und wenn man sich die Kirche von außen anschaut, sieht man auch, wie wenig sich darum gekümmert wird, mal ganz davon zu schweigen das die Kirche erhebliche bauliche Mängel hat.
Herr Meinert, früher haben die Zeitungen noch recherchiert, heute tun sie das anscheinend nicht mehr und glauben alles, was ihnen erzählt wird!?
Helmut