Weg mit dem Schornstein
10.03.2010 | 21:04 Uhr 2010-03-10T21:04:00+0100
Der technische Fortschritt macht es möglich: Die Emschergenossenschaft (EG) kann beim Bau des unterirdischen Abwasserkanals entlang der Emscher auf fünf Schachtstandorte verzichten und die Abluft durch Biofilter führen.
Trotz dieser positiven Entwicklung mussten die EG-Vertreter auf der gemeinsamen Sitzung von Planungsausschuss und Bezirksvertretungen Kritik einstecken. Sie entzündete sich am Schachtstandort 48 im Bereich der Straße Am Bugapark in Horst. Zwar schrumpft dort Schornsteindurchmesser um 25 Zentimeter, doch liegt die Anlage nach Auffassung der Politik zu nahe an der Wohnbebauung. Auch weiterer Wohnungsbau gerate dort in Gefahr, weil ja wohl niemand ein Eigenheim in unmittelbarer Nähe eines Abluftschornsteines errichten wolle, argumentierte Udo Gerlach (SPD, Bezirk West). Sein Vorschlag, die Anlage weiter in Richtung Westen zu verschieben, wo in Karnap eine solche Nähe zu einem Wohngebiet nicht gegeben sei, stieß bei der EG ebenso auf taube Ohren wie die Idee des Planungsausschussvorsitzenden Klaus Haertel (SPD), den Schornstein auf der anderen Emscherseite zu errichten. Die Lage Am Bugapark sei auch aus Kostengründen ideal, ein vom Schacht getrennter Schornstein bedeute wegen längerer Rohrwege die Installation höherer Lüfterleistung.
Diese Entgegnungen wollte Bezirksbürgermeister Joachim Gill (SPD) nicht gelten lassen, zumal der Standort nur um 100 bis 150 Meter verrückt werden sollte: „Wir sind hier nicht auf einer Abteilungsleiterversammlung der Emschergenossenschaft!“, mahnte er eine Überarbeitung der Pläne an. Planungsdezernent Michael von der Mühlen versuchte, zwischen Politik und EG eine Brücke zu bauen. Und so wurde Verwaltung von Bezirk und Ausschuss beauftragt, noch einmal Kontakt mit der EG aufzunehmen mit dem Ziel, die Wünsche der Politik in die weiteren Pläne einzuarbeiten. Zeit genug bleibt: Die Abluftanlagen sollen erst 2015, 2016 gebaut werden.
01:32
@1
Es wäre schön, wenn hier nur Kommentare von geschrieben würden, der auch etwas von der Sache versteht.
Das was bisher Erzielt wurde ist alleine der Erfolg der Bezirksvertretung Gelsenk- West. Hier sind in erster Linie die SPD mit Udo Gerlach und Joachim Gill zu nennen, aber auch das damalige Mitglied der Grünen Herr Rieck hat großen Anteil daran, ebenso die CDU- Fraktion.
Wir wollen nur Hoffen das die EMG endlich den Schonstein mehr in Richtung Süden errichtet und nicht wie sie nun den neuen Plan vorgestellt hat, wo der Kamin in Richtung Osten gesetzt werden sollte. Dieser Standort wäre nämlich genau im Wohnbebauungsgebiet Am Bugpark.
Glück auf
http://heinzkolb.npage.de/index.html
20:44
die verlegung des kamins richtung halde oder karnap wurde schon im umweltausschuss gefordert, aber das war dieser zeitung kein wort wert. kam die forderung ja aus dem dieser zeitung nicht genehmen teil des ausschusses. dann braucht man darüber nicht zu berichten, wenn aber spd-gerlach, gill oder haertel den mund aufreissen, dann wird es selbstredend gedruckt. danke liebe watz.