Das aktuelle Wetter Gelsenkirchen-Buer 9°C
Namensänderung

Urbanusstraße hat jetzt eine Lindenschule

13.11.2012 | 19:19 Uhr
Urbanusstraße hat jetzt eine Lindenschule
Die städtische Gemeinschaftsgrundschule an der Urbanusstraße darf sich jetzt Lindenschule nennen.Foto: Thomas Schmidtke

Gelsenkirchen-Buer. Ohne große Aussprache hat die Bezirksvertretung Nord beschlossen, dass sich die Gemeinschaftsgrundschule an der Velsenstraße in Buer jetzt „Velsenschule“ nennen darf. So schnell ging die Umbenennung der Grundschule an der Urbanusstraße nicht über die politische Bühne. Es brauchte am ende der Duískussion eine geheime Abstimmung, um dem Wunsch der Schulkonferenz entgegen zu kommen. Die Gemeinschaftsgrundschule heißt zukünftig „Lindenschule“. Dafür sprach sich eine deutliche Mehrheit von elf Ja- und drei Nein-Stimmen bei einer Enthaltung aus.

Es war vor allem CDU-Fraktionssprecher Andreas Est (CDU), der sich partout nicht mit dem Ansinnen der Schule anfreunden mochte. Er warnte davor, eine „eingeführte Marke zu ändern“ und verwies auf die vom Rat beschlossenen „Richtlinien für die Namengebung von Schulen in Gelsenkirchen“, in denen von Blumen, Pflanzen und Bäumen als Namenspaten für (Grund-)Schulen nicht die Rede sei. Anne Schürmann (FDP) erinnerte daran, dass sich „Urbanusschule“ als Schulname eingeprägt habe und mit der Umbenennung auch Folgekosten verbunden seien. Auch die SPD-Fraktion fand den neuen Namen „bedenklich“, so Dr. Klemens Wittebur, wollte aber den einstimmigen Beschluss der Schulkonferenz respektieren und sich schon gar nicht durch die Estsche Forderung nach einer geheimen Abstimmung aus der Reserve locken lassen.

Schulleiterin Rita Kallweit versuchte, für die „Lindenschule“ zu werben. Gegründet als evangelische Volksschule und auch als Frankeschule bekannt geworden, habe sich der offizielle Name „Gemeinschaftsgrundschule an der Urbanusstraße“ nicht durchsetzen können. Der Volksmund habe immer von „Urbanusschule“ gesprochen und so eine nicht vorhandene Nähe zur katholischen Propsteigemeinde hergestellt. „Lindenschule“, „ein Name, unter dem wir alle zu Hause sind“, betone deutlicher den Charakter einer Gemeinschaftsschule.

Wolfgang Laufs



Kommentare
19.11.2012
19:36
Muss die Schule jetzt bald zur Lindenstr. verlegt werden?
von maiplatz | #2

Ich vermute, dass es in der Schule keine dringenden pädagogischen Fragen zu klären gibt, sonst hätten sich die Rektorin, ihre Lehrerinnen und Lehrer sowie die Elternvertreter wohl damit beschäftigt - oder gibt es da bei den Schulverantwortlichen Probleme mit der katholischen St.-Urbanus-Pfarrgemeinde, mit der man - laut Artikel - auf keinen Fall in Verbindung gebracht werden möchte? Kann man das nur durch Umbenennung der Schule lösen? Mich würde es bei dieser Schule nicht mehr wundern, wenn bald die Verlegung zur Lindenstr. beantragt wird, weil die Rektorin und ihre Unterstützer sich mit der Gemeinschaftsschule an der Urbanusstr. immer noch nicht richtig "zu Hause" fühlt. Wieso macht die Mehrheit in der Bezirksvertretung solch einen Blödsinn mit?

14.11.2012
15:40
Urbanusstraße hat jetzt eine Lindenschule
von ErdnaEgoev | #1

Warum soll sich auch eine Namensungetüm wie "Gemeinschaftsgrundschule an der Urbanusstraße" im Volksmund durchsetzen? Warum bedient man wohl oft der Abkürzung Schalke statt FC. Schalke 04 e.V.? Weil es vielleicht schneller geht? Die Schule liegt nun mal an der Urbanusstraße. Als Mitbürger des Stadtteils Buer und ehemaliger Schüler (Mitte der 70er) bin ich für diese wichtige pädagogische Aufarbeitung außerordentlich dankbar. Eine mögliche Nähe zur katholischen Gemeinde St. Urbanus ist selbstverständlich in unserer heutigen Zeit auch nicht mehr hinnehmbar.

Aus dem Ressort
Der Blick in menschliche Abgründe
Gelsenkirchen-Resse.
Es waren menschliche Abgründe, in die Dorothee Trynogga nun fast fünf Jahre hineinblicken musste. Priester, die sich an Jugendlichen sexuell vergingen, Ordensschwestern, die Heimkinder schlugen, kirchliche Mitarbeiter, die eine Machtposition ausnutzten. Im Mai 2010, auf dem Höhepunkt der Debatte um
In zwei Monaten den ausgebrannten Laden in Sutum saniert
Ausgebrannt
Am 7. August brannte wegen eines technischen Defekts der Schreibwarenladen von Jürgen Potrzeba an der Theodor-Otte-Straße völlig aus. Der Unternehmer stellte sich der Herausforderung und sanierte komplett, machte alles „schöner und besser“.
Waschbeton hat ausgedient
Bruder-Jordan-Haus
Der Caritasverband will als Träger des Bruder-Jordan-Hauses an der Pfefferackerstraße die Altenpflege-Einrichtung ab Anfang November für 5,8 Millionen Euro sanieren. Durch eine Öffnung für die Nachbarschaft im Quartier soll das Haus „zu einem Leuchtturm für Buer-Ost werden“.
Einheimische Akteure sorgen für viel Musik in Buer
Termintipps
Das Wochenende im Stadtnorden hat wieder an Veranstaltungen viel zu bieten. „TOBISEBITO“ rocken für den guten Zweck, Trinity Brass begrüßen musikalisch den Herbst und in der Werkstatt gibt es Chansons zu hören.
Abtransport des Abteufkübels sorgt für Aufregung
Bergbau
Stählernes Erinnerungsstück vor der Apostelkirche wurde nicht Beute eines Diebstahls, sondern Gegenstand eines Missverständnisses. Pfarrer Klaus Venjakob glaubt fest dran, dass der Abteufkübel wieder zu seinem ursprünglichen Standort zurückfinden wird.
Umfrage
Der öffentliche Raum wird immer mehr durch Video-Kameras überwacht. Stört es Sie, von einer Kamera etwa beim Parken oder Bummeln beobachtet zu werden?

Der öffentliche Raum wird immer mehr durch Video-Kameras überwacht. Stört es Sie, von einer Kamera etwa beim Parken oder Bummeln beobachtet zu werden?

 
Fotos und Videos
Schalke-Choreos
Bildgalerie
Schalke-Fans
Erster Heimsieg für Di Matteo
Bildgalerie
Schalke 04
Manuel Neuer Kids Foundation
Bildgalerie
Eröffnung
Schalke feiert Derbysieg
Bildgalerie
Bundesliga