Up to Dance bringt Leidenschaft auf die Bühne

Die Choreographien vor großem Publikum zeigen zu dürfen, war für alle Tänzerinnen ein echtes Erlebnis.
Die Choreographien vor großem Publikum zeigen zu dürfen, war für alle Tänzerinnen ein echtes Erlebnis.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Up do dance, das Hasseler Tanznetzwerk, brachte zum 26. Mal Fans der Poesie der Füße auf die Bühne: In Workshops konnten Tanzbegeisterte Choreographien einstudieren. Volles Haus gab’s dann bei der Gala in der Gladbecker Stadthalle.

Gelsenkirchen-Hassel..  Bei der Abendgala in der Gladbecker Mathias-Jakobs-Stadthalle am Samstag erwartete die Gäste eine atemberaubende Bühnenshow einiger lokaler Tanzgruppen. Aber auch Tanzsternchen aus Belgien fanden ihren Weg in die Stadthalle. Zuvor hatten Gäste schon die Möglichkeit, an zahlreichen Tanzworkshops teilzunehmen. Es war mal wieder ein spektakuläres Wochenende, zu dem das Hasseler Tanznetzwerk „Up to Dance“ Tanzbegeisterte aus Gladbeck und Umgebung eingeladen hatte: In vielen Workshops wie „Hip Hop mit Willie“ oder „Jazzdance mit Alina Köppen“ konnten sich die Teilnehmer ausprobieren und am Ende eine passende neue Choreographie lernen.

Einer dieser insgesamt neun Workshops war „Show Dance mit Melanie C. Day“, der nicht nur aufgrund seines Namens neugierig machte: „Die Leute wissen meist gar nicht, worum es sich beim Show-Dance handelt“, erklärt die Tanzlehrerin. „Show Dance ist nichts anderes als übertriebenes Tanzen.“ Und genau dazu animierte die energiegeladene Choreographin ihre Teilnehmerinnen immerzu während des Workshops: „Stellt euch vor, ihr steht zu Hause alleine vorm Spiegel und müsst euch nicht schämen.“

Choreographie in 90 Minuten gelernt

Angesichts dieser anschaulichen Situationsbeschreibungen war es kaum ein Wunder, dass Days Worte schnell fruchteten: Nach nur 90 Minuten hatten die insgesamt 14 Teilnehmerinnen eine komplette Choreographie drauf. Leicht verschwitzt, aber stolz auf ihre Leistung erklärte Claudia Skerra (49): „Mir hat es super gut gefallen. Die Aufwärmphase war zwar intensiv, aber dafür geht man am Ende auch mit einer fertigen Choreographie nach Hause.“

„Tanz trainiert den Kopf“

Dass die Teilnehmer zum Schluss viele neue Tanzschritte lernen, sei zwar das Sahnehäubchen oben drauf, aber nicht Days vorrangiges Ziel: Für die gebürtige Hessin ist Tanzen vor allem eines: eine Leidenschaft, die sie gern mit anderen teilt. Wenn sie sieht, dass die Teilnehmer mit Freude dabei sind, macht sie das glücklich. „Ich habe lieber einen Anfänger, der vielleicht nicht so gut ist, aber Spaß an der Sache hat, als einen Profi, der gelangweilt vor mir steht“, erklärt die ausgebildete Tänzerin lächelnd.

Ob wirklich jeder tanzen lernen kann? Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Laut neuesten Studien sollen die Deutschen im weltweiten Vergleich zu den schlechtesten Tänzern gehören. Doch davon lässt sich das kesse Energiebündel Melanie C. Day nicht beeindrucken: „Tanzen macht immer Sinn. Es trainiert ja auch den Kopf.“

Bei der großen Gala-Show am Sonntagabend in der Mathias-Jakobs-Stadthalle präsentierten die Workshop-Teilnehmer das Erlernte. Den aufwendigen Choreographien nach zu urteilen, müssen die Köpfe der Tänzerinnen und Tänzer zuvor förmlich gequalmt haben: Von Modern Dance über Jazz über Show Dance hatten die Tanzgruppen einiges im Repertoire und heizten den Saal mit ihren Stücken ein. Der Applaus für die Akteurinnen, er war gigantisch.