Umzug der Stadtteilbücherei verzögert sich

Wie viele Kisten und Kartons sie packen müssen für ihren Umzug von der Kurt-Schumacher-Straße ins Linden-Karree – die acht Mitarbeiter der Stadtteilbibliothek Buer können es angesichts von 70 000 Medien nur schätzen. Fest steht hingegen: Der Umzug verzögert sich; der Februar als Termin ist nicht zu halten.

Wann genau die Bibliotheks-Nutzerinnen und -Nutzer ihre Büchertaschen oder Bollerwagen in der kernsanierten Karstadt-Immobilie an der Hochstraße mit Lesestoff befüllen können, ist indes noch unklar. „Es wird nicht nächste Woche sein“, teilte Stadt-Sprecher Martin Schulmann auf WAZ-Anfrage mit, ohne ein genaues Datum nennen zu können.

Dieser war auch bei Dr. Siegbert Panteleit, Sprecher der Linden-Karree-Investorengemeinschaft, nicht zu bekommen. „Es dauert nicht mehr lange, es sind nur noch einige Feinschliffarbeiten zu erledigen“, erklärte er. Es könne sich lediglich um „wenige Wochen“ handeln, bis der Innenausbau fertiggestellt sei. Die Arbeiten verliefen alle nach Plan, Probleme gebe es nicht. Mitte Februar sei von der Investorengemeinschaft auch nie als Termin genannt worden, so Panteleit weiter.

Wie berichtet, bezieht die Stadtteilbibliothek rund 1000 Quadratmeter im Linden-Karree; die gleiche Fläche nutzt die Bücherei derzeit an der Kurt-Schumacher-Straße. „Die Mitarbeiter stehen bereit, sämtliche Medien zu packen. Aber wir haben ja Zeit und müssen nicht zu einem bestimmten Termin ausziehen“, so Schulmann.

Dabei kommt der Stadt der spätere Umzugstermin fast gelegen: Der Auftrag für die neuen Möbel muss, so Schulmann, „mindestens deutschlandweit ausgeschrieben werden“, was für weitere Verzögerungen sorgen dürfte. „Zur Not muss die Bibliothek eben die alten Regale vorübergehend mitnehmen und die Bücher später noch einmal umräumen“, so der Stadt-Sprecher.