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Tuba-Töne, Sekt und Häppchen

06.05.2011 | 18:01 Uhr
Tuba-Töne, Sekt und Häppchen
Foto: Franz Meinert WAZ FotoPool 6.5.2011

Gelsenkirchen-Erle.  Nach langjähriger Vorplanung und erheblichen Verzögerungen bei der Bauausführung ist jetzt „einer der schönsten Marktplätze in der Stadt“ fertiggestellt worden.

Mit Tuba, Banjo, rasselndem Waschbrett und kleinen Häppchen ist gestern Vormittag die Umgestaltung des Erler Marktplatzes gefeiert worden. Nach langjähriger Vorplanung und erheblichen Verzögerungen bei der Bauausführung ist jetzt „einer der schönsten Marktplätze in der Stadt“ fertiggestellt worden, ist Siegbert Panteleit vom Stadtmarketing überzeugt. Die Stadttochter, zu deren Aufgaben auch die Organisation der Wochenmärkte zwischen Ückendorf und Hassel gehört, hatte die Casanova-Jazzband durch die Marktreihen geschickt, die Markthändler mit einheitlichen Schürzen ausgestattet und dafür geworben, dass die Kunden mit Sekt, Rosen und kleinen Snacks verwöhnt wurden.

Zu den Marktbesuchern zählte gestern auch Brigitte Betz. Ihr Urteil: „Die Bänke, die Bäume, die behindertengerechte Gestaltung des Platzes - damit hat man sich sehr viel Mühe gegeben.“ Aber rundum zufrieden mit dem neuen Marktplatz ist sie nicht. Ihr missfällt vor allem die Beleuchtung: „Diese modernen Stelen passen doch gar nicht zur Architektur, die den Erler Markt umgibt.“ Zudem sorgten sie bei Dunkelheit für ein kaltes und ganz und gar unromantisches Licht.

Markthändler Alois Kerkhoff hat an diesem Vormittag alle Hände voll zu tun, die lange Warteschlange vor seinem Obst- und Gemüsestand zu bedienen. Spargel ist jetzt gefragt. Und weil Sonntag Muttertag ist, gibt’s eine Extra-Portion dazu. „Den hab’ ich beim Nachbarn gestochen“, scherzt der Händler, der seit Jahrzehnten schon auf dem Erler Marktplatz anzutreffen ist. Zwischen dem Verpacken der Ware und der Rückgabe des Wechselgeldes hat er kurz Zeit, die Frage zu beantworten, wie ihm die Umgestaltung des Marktplatzes gefällt. Sein Resümee nach Monaten des Umbaus mit wechselnden Standplätzen: „Es geht so“, Grund für seine verhaltene Bewertung: „Sie sehen doch, mir fehlen zehn Meter.“ Auf der einen Seite reicht der Stand bis zu den Containern vor der Pizzeria, auf der anderen Seite direkt bis zur Fahrbahn der Darler Straße. Ein bisschen knapp für einen Marktstand von Kerkhoffschen Dimensionen. „Aber die Darler Straße soll ja gesperrt werden“, verweist Kerkhoff auf Ideen, die demnächst umgesetzt werden sollen.

„Es gibt noch vier, fünf Punkte, die optimiert werden müssen, die Sperrung der Darler Straße für den Fahrzeugverkehr zu Marktzeiten ist einer davon“, verweist Markt-Organisator Siegbert Panteleit auf den aktuellen Änderungsbedarf. Vorgesehen sei, nachdem sich das Marktgeschehen wieder auf die beiden Flächen unterhalb der Marktstraße zurückverlagert hat, die Darler Straße abzubinden. Eine Überquerung der Markstraße wäre dann an den Markttagen nicht möglich, lediglich die Zufahrt zu den Parkplätzen auf der Fläche oberhalb der Marktstraße wäre dann noch erlaubt. Panteleit: „Auf diese Weise gewinnen wir noch etwas Marktfläche hinzu.“ Weitere Punkte, die noch überarbeitet werden müssten, seien die Stellung der Marktstände und der Bänke und die Gestaltung der Übergänge.

Das Marktfest setzt sich heute (7.) fort. Nach der Eröffnung durch Bürgermeisterin Gabriele Preuß gegen 11.30 Uhr gibt es ein Bühnenprogramm mit Musik und Tanz. Am Sonntag, 8. Mai, richtet die Werbegemeinschaft Erle von 13 bis 18 Uhr einen verkaufsoffenen Sonntag aus.

Wolfgang Laufs

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