„Trallafitti“ tourt wieder durchs Revier

Einen doppelten Grund zu feiern hat in diesen Tagen die Ruhrpott Party Band „Trallafitti“ um den Bueraner Thorsten Pasucha: Seit zehn Jahren gibt es die Band und es ist Karneval. Unter dem Motto „Voll auf die 10“ wird musikalisch auf vielen Karnevalsveranstaltungen im gesamten Ruhrgebiet, dem Münsterland und im Rheinland gefeiert.

Nach ihrer Gründung im Jahr 2005 und Auftritten während des Weltjugendtages und der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Nordrhein-Westfalen starteten die vier Musiker aus der Emscher Lippe Region schon bald ihre Aktivitäten im Karneval.

Konkurrenz für Kölsche Bands

Schließlich galt es, den Musikgruppen aus dem Rheinland endlich einmal Konkurrenz zu machen. Denn die Ruhrgebietsnarren, davon sind die Jungs von „Trallafitti“ überzeugt, wollen etwas anderes als Lobhymnen auf den Kölner Dom hören.

„Karneval im Ruhrpott“ hieß folgerichtig der Titel mit dem die Band, zusammen mit aktuellen Stimmungshits und Partyklassikern, die Säle und Festzelte der Narren eroberte. Der eigene Song, die Besetzung mit Akkordeon, Gitarren, Schlagzeug und Gesang, sowie die Tatsache, dass alles live gespielt und mit Spaß und guter Laune dargeboten wird, sorgten dafür dass die Formation mit den Jahren zu einer festen Größe im Ruhr Karneval geworden ist.

Die „verrückteste Boygroup vom Emscherstrand“, wie sie sich scherzhaft selbst bezeichnen, freut sich aber besonders über die Entwicklung der letzten Jahre. Mittlerweile gibt es zunehmend mehr Auftritte auch außerhalb der Region und dabei fühlen sich die jecken Musiker auch als Botschafter Ihrer Heimat.

Ihr Outfit ist ursprünglich die Arbeitskleidung der Bergleute, die sie auffällig, bunt und modern modifiziert haben. Das soll einerseits die Geschichte und Tradition des Ruhrgebietes zeigen und andererseits den Strukturwandel der Metropole Ruhr symbolisieren.

Wenn der Gelsenkirchener Jung Thorsten Pasucha und seine Musikerfreunde Christian Süß und Oliver Sauer aus Gladbeck, sowie der Bottroper Jens Abshagen auf die vergangenen zehn Jahre zurückblicken, kommen sie aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Erinnerungen an hunderte von tollen Auftritten bei den verschiedensten Veranstaltungen, wie beispielsweise im Festzelt mit 2000 Leuten und neben Kölner Karnevalsprofis, an die ersten Rosenmonatszüge bei denen auf einem 11-Tonner-Tieflader gespielt, gesungen und mit den Gelsenkirchener Narren und auch in der Nachbarstadt Bottrop gefeiert wurde; der doppelte Pokalsieg beim Bund Ruhr Karneval, die Teilnahme beim Casting für den Song 2010 der Kulturhauptstadt Europa – die Liste der Highlights ist lang.

Jetzt geht es wieder los. Bis Mitte Februar tourt „Trallafitti“ und freut sich darauf, teilweise bei bis vier Veranstaltungen am Tag, Karneval im Ruhrpott zu feiern. Und natürlich auch den eigenen runden Geburtstag.