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Teil des Nordfriedhofs soll entwidmet werden

13.02.2012 | 17:42 Uhr
Teil des Nordfriedhofs soll entwidmet werden
Auf dem Nordfriedhof (links) an der Pawiker Straße wird seit 2001 nicht mehr beerdigt. Die letzten Ruhezeiten auf dem zu entwidmenden Teil sind vor Jahren abgelaufen. Foto: Thomas Schmidtke

Scholven.  Ein Teil des Nordfriedhofs an der Pawiker Straße in Scholven soll entwidmet werden, um Erweiterungsmöglichkeiten für die Logistik-Firma Katoen Natie zu schaffen. Das Unternehmen will 7,5 Mio Euro dort investieren.

Beerdigt wird seit Jahren nicht mehr auf dem Nordriedhof an der Pawiker Straße – nun schlagen Bezirksvertretung (BV) Nord und der Rat das letzte Kapitel dieser Ruhestätte auf. Auf der Tagesordnung steht die Entwidmung einer 8175 qm großen Teilfläche, um Platz zu schaffen für die Erweiterung des nahen Firmengeländes von Katoen Natie.

Das Aus des 3,87-ha-Friedhofs, es war lange angekündigt: Schon 1963 fasste der Rat den Beschluss, den zwischen Industrieanlagen eingebetteten und durch die A52 begrenzten Friedhof zu schließen. 1970 wurde er teilweise außer Dienst gestellt, weil die Scholvener und Hasseler ihre Angehörigen vermehrt in Buer bestatten ließen.

Mittlerweile sind alle Grabstellen belegt – die letzte Beisetzung fand 2001 statt. Auf der zu entwidmenden Fläche sind die letzten Ruhefristen 1994 abgelaufen, die Fläche ist dicht bewachsen, die Wege sind zurückgebaut; Grabstätten gibt es dort nicht mehr.

Ein Artenschutzbeitrag und eine Machbarkeitsstudie haben ergeben, dass die Fläche wegen der Insellage nur eine eingeschränkte Bedeutung für den Artenschutz habe. Eingriffe in Natur und Landschaft könnten an anderer Stelle kompensiert werden, heißt es.

Die Logistik-Firma Katoen Natie, Niederlasssung der belgischen Katoen Natie-Gruppe, lagert in Scholven in Hochsilos Polyethylen- und Polypropylen-Granulate der Firma Sabic. Die geplante Erweiterung auf einen Teil des Friedhofsgeländes, verbunden mit einer Investition von 7,5 Mio Euro und bis zu 15 neuen Arbeitsplätzen, soll die Lagerung von Granulat auf Flächen außerhalb des Stadtgebietes unnötig machen und Transportwege verringern. Die BV berät am 23. Februar darüber, der Rat entscheidet am 22. März.

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