Taubenhaus-Förderkreis beklagt mangelnde Unterstützung

Viele schimpfen über Tauben in der City – das Fütterungsverbot in der Fußgängerzone wird aber kaum beachtet. Diese Diskrepanz kritisierte der Vorstand des 58-Mitglieder-starken Förderkreises Taubenhaus jetzt bei der Jahreshauptversammlung. Auch darüber hinaus werde das Engagement der Akteure nicht wertgeschätzt „weder bei der Stadtverwaltung noch bei den Immobilienbesitzern, von den Bürgern ganz zu schweigen“, so Schatzmeister Karl Henke, der ebenso wie die 1. Vorsitzende Jasmin Windisch und ihre Stellvertreterin Monika Uschkurat in seinem Amt bestätigt wurde.

„Es wird weder vom City Service noch vom Kommunalen Ordnungsdienst ein Versuch unternommen, das Fütterungsverbot in der City durchzusetzen“, ärgert sich nicht nur Henke.

In 2014 wurden rund 2300 Euro eingenommen, zum Teil durch Mitgliederbeiträge in Höhe zwölf bis 100 Euro jährlich, zum Teil aber auch durch Spenden. Etwa 2000 Euro wurden davon ausgegeben, 900 Euro für die Reinigung des Taubenhauses im Goldbergpark und 1100 Euro für Futter. „Eine artgerechte Ernährung der Vögel ist erste Voraussetzung für die Gesunderhaltung und die Bindung der Tiere an das Taubenhaus“, so Henke.

Wie berichtet, werden den Tauben, die ihre Küken nach dem Schlüpfen in dem Domizil im Goldbergpark aufziehen wollen, Gipseier untergelegt. Ziel ist es, eine Vergrößerung der Taubenpopulation zu verhindern, so die Belästigung von Passanten in der Einkaufszone zu reduzieren sowie die Beschädigung von Immobilien durch Taubenkot einzuschränken.

In Zukunft dürfte eine höhere Investitionssumme auf den Förderkreis zukommen: Das Taubenhaus muss renoviert werden. „Dafür müssen die Stabilität geprüft, Türe stabilisiert und die Holzkonstruktion neu konserviert werden.“ Dafür will der Vorstand auch die Stadtverwaltung in die Pflicht nehmen.

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