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Tod und Lebensfreude

Streuselkuchen darf nicht fehlen

28.09.2011 | 05:55 Uhr
Streuselkuchen darf nicht fehlen
Foto: Franz Meinert

Gelsenkirchen-Hassel. Gibt es einen Tierhimmel? Ist die Seele unsichtbar? Wie tief werden die Toten in der Erde verbuddelt? Mit diesen Fragen beschäftigen sich zurzeit die 18 Vorschulkinder, die die Städtische Tageseinrichtung an der Gustavstraße in Hassel besuchen.

Antworten auf diese Fragen gibt das zweiwöchige Projekt „Kinder, Tod und Lebensfreunde“, an dessen Ende die Vorstellung eines gestalteten Erinnerungsgartens steht, wo Insekten und andere Tiere symbolisch beerdigt werden können.

Das Projekt wurde von der Friedhofsgärtner-Genossenschaft ins Leben gerufen und wird von der Kulturpädagogin Birgit Mattern begleitet. Die mit dem Thema Tod verbundenen Bedenken und Ängste bestimmten auch den Informationsabend, zu dem die Kindergarten-Eltern zur Vorbereitung des Projektes eingeladen waren. Andreas Mäsing, Geschäftsführer der Genossenschaft: „Diese anfänglichen Bedenken und die Angst vor den neugierigen Fragen der Kinder machten jedoch einer größeren Selbstverständlichkeit und Gelassenheit im Umgang mit Trauer und Tod Platz.“

Im Laufe der zwei Wochen steht auch ein Besuch des Friedhofes Hassel-Oberfeldingen auf dem Programm. Auf dem Kindergartengelände soll ein Insektenfriedhof entstehen, den die Kinder mit Naturmaterialien gestalten. Dabei können sie auf fachmännische Hilfe durch Friedhofsgärtner zurückgreifen, die ihnen dabei zur Seite stehen. Neben dem Besuch eines großen Friedhofes bildet das Erforschen von Werden und Vergehen und das Ausprobieren von Ritualen einen weiteren Schwerpunkt des Projektes. Vertieft wird das Thema durch das Vorlesen aus dem Kinderbuch „Die schönsten Beerdigungen der Welt“, in dem Tod und Beerdigung eine Rolle spielen.

Mäsing: „Den Kindern wird damit Raum gegeben, in einem vertrauten Rahmen über eigene Erfahrungen mit dem Tod und Abschied zu sprechen und ihre Gefühle auszudrücken.“ Der kleine Insektenfriedhof wird mit Stöcken, Steinen, Blättern und anderen Naturmaterialien gestaltet. Der symbolischen Beerdigung schließt sich ein weiteres Ritual an: Streuselkuchen.

DerWesten

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Streuselkuchen darf nicht fehlen
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2011-09-28 05:55
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