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St. Urbanus zieht Siegel zurück

04.12.2007 | 18:02 Uhr
St. Urbanus zieht Siegel zurück

Propst Zimmermann reagiert auf die Kritik aus der Bevölkerung mit einer schnellen Reaktion. Künftig soll es „Gelsenkirchen-Buer” heißen. Heimatverein begrüßt die „kluge Entscheidung”.

Die katholische Kirchengemeinde St. Urbanus nimmt die heftig kritisierte Siegeländerung zurück, in der - wie berichtet - der Name „Buer” gestrichen und durch „Gelsenkirchen” ersetzt worden war. Das kündigte Propst Wilhelm Zimmermann gestern im Gespräch mit der WAZ an. Künftig solle es  „Gelsenkirchen-Buer” heißen.

Das neue Siegel wird wieder geändert: An "Gelsenkirchen" wird der Namenszusatz "Buer" gehängt.

Propst Zimmermann will kurzfristig das neue Siegel in Auftrag geben. Das bischöfliche Offizialat in Essen habe bereits zugestimmt. „Dort hat man keine Einwände, die Bezeichnung Gelsenkirchen-Buer zu verwenden, ähnlich wie in Horst”, erläutert Propst Zimmermann. Er erwartet noch vor Jahresschluss das neue Siegel im Pfarramt.

Die Kritik aus der Bevölkerung habe ihn zu der neuerlichen Änderung veranlasst, gibt Zimmermann zu. „Ich kann verstehen, dass sich einige auf den Schlips getreten fühlen.” Schließlich sei auch „der Friede der Weihnacht” und der Aufbau der neuen Pfarrei wichtiger als eine Siegeldiskussion, räumt der Propst ein.

Propst Wilhelm Zimmermann ändert erneut das Siegel von St. Urbanus.

Heute soll die Pastoralkonferenz der  Großgemeinde informiert werden und anschließend alle Siegel „eingesammelt” werden. Es gibt sieben deutsche Siegel (für den Verkehr mit Behörden), die im Pfarramt und in allen der Pfarrei angeschlossenen Gemeinden vorhanden sind. Außerdem gibt es drei lateinische Siegel für Beurkundungen (im Pfarramt, beim Propst-Stellvertreter Pater Christian) und am kath. Friedhof in Resse.

Der Heimatverein Buer begrüßt  die Rücknahme der Siegel-Änderung. „Der Propst hat eine kluge Entscheidung getroffen”, sagte Vereinsvorsitzender Gerd Escher zur WAZ. „Einen Fehler zu korrigieren, ist ein Zeichen von Stärke.” Der Fall sei ein Beispiel dafür, dass es immer gut sei, hoch sensible Entscheidung nicht allein zu treffen, so Escher.

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Georg Meinert

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