St.-Urbanus-Propst Pottbäcker ist neuer Stadtdechant

Ist ab sofort neuer Stadtdechant: Propst Markus Pottbäcker aus St. Urbanus Buer.
Ist ab sofort neuer Stadtdechant: Propst Markus Pottbäcker aus St. Urbanus Buer.
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Was wir bereits wissen
Auch der neue Stadtdechant kommt aus St. Urbanus in Buer: Essens Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck hat gestern Propst Markus Pottbäcker mit sofortiger Wirkung zum obersten Repräsentanten der Katholiken in Gelsenkirchen ernannt.

Gelsenkirchen..  Auch der neue Stadtdechant kommt aus St. Urbanus in Buer: Essens Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck hat gestern Propst Markus Pottbäcker mit sofortiger Wirkung zum obersten Repräsentanten der Katholiken in Gelsenkirchen ernannt. Dieser ist damit gleich in doppelter Hinsicht Nachfolger des früheren Propstes Wilhelm Zimmermann, der seit 2004 dieses Amt ausgeübt hatte. 2014 er zum Weihbischof berufen worden.

„Mit großer Freude“ tritt Pottbäcker das neue Amt an, erklärte er auf WAZ-Nachfrage. Eine Mehrheit der erweiterten Stadtkatholikenkonferenz, bestehend aus Vertretern aller Gelsenkirchener Pfarreien, Pfarrgemeinderäte, Pastoralteams und Verbände, hatte sich für den 48-Jährigen ausgesprochen, der erst im September leitender Seelsorger der mit rund 38 000 Gläubigen größten Pfarrei Deutschlands geworden war. Dieses Votum war „per fest verschlossenem Briefumschlag“ dem Bischof übermittelt worden, der diesem dann auch folgte.

„Botschafter des Bischofs“

Pottbäcker begreift sich in seiner neuen Rolle als „Repräsentant der Katholiken vor Ort etwa gegenüber der Politik und verschiedenen Gruppierungen“. „Ich sehe das Amt durchaus politisch und damit meine Aufgabe, unaufgefordert die Stimme für die Katholiken zu erheben zu aktuellen Fragen, die uns alle angehen.“ Kirche müsse in der Gesellschaft spürbar und präsent sein, erst recht in einer Stadt wie Gelsenkirchen, die „Kirche“ bereits im Namen trage. Zunächst wolle er jedoch erst einmal Kontakte knüpfen und „schauen, was anliegt“.

Repräsentationstermine

Dass auf ihn viele neue Repräsentationstermine zukommen, kann ihn nicht schrecken – auch wenn er selbst in St. Urbanus immer noch „auf Vorstellungstour“ sei. Gerade Themen wie Interreligiösität und die interkonfessionelle Zusammenarbeit lägen ihm sehr am Herzen.

Das Amt des Stadtdechanten ist zunächst auf sechs Jahre befristet. Falls die Stadtkatholikenkonferenz nach Ablauf dieser Zeit Propst Pottbäcker weiter mit dieser Aufgabe betrauen wolle, könne sie erneut zusammentreten und den Bischof per Votum darum bitten, so Winfried Dollhausen aus der Bischöflichen Pressestelle. Er betonte, der Stadtdechant sei „Vertreter des Bischofs vor Ort, so etwas wie sein Botschafter“.