St. Michael gewährt Einblick in filigranes Räderwerk

Die historische Turmuhr der Kirche St. Michael  kann wieder besichtigt werden.
Die historische Turmuhr der Kirche St. Michael kann wieder besichtigt werden.
Foto: Cornelia Fischer
Was wir bereits wissen
Förderverein der Hasseler Kirche erläutert die Funktionsweise der historischen Kirchturmuhr. Uhrwerk und die gesamte Glockenanlage stammen aus den Jahren unmittelbar nach der Entstehung der Kirche, die in den Kriegsjahren von 1914 bis 1917 errichtet wurde.

Das historische Uhrwerk und die Glockenanlage im Turm der Kirche St. Michael in Hassel sollen auch in diesem Jahr wieder im Rahmen von Führungen der Öffentlichkeit präsentiert und erläutert werden. Hierzu lädt der Förderverein der Kirche alle Interessierten ein. Der erste Termin findet am Sonntag, 22. Februar, statt. Ab 17 Uhr darf in das Räderwerk der Kirchturmuhr geblickt werden.

Sowohl das Uhrwerk als auch die gesamte Glockenanlage stammen aus den Jahren unmittelbar nach der Entstehung der Kirche, die in den Kriegsjahren von 1914 bis 1917 errichtet wurde. Das historische Uhrwerk, das mit einem sogenannten freischwingenden Pendel und einem automatischen elektrischen Gewichtsaufzug ausgestattet ist, wurde gebaut von der Firma Bernard Vortmann, einem der bedeutendsten Turmuhrenhersteller in Deutschland.

Ein weiteres Uhrwerk in ganz Westfalen

Das Uhrwerk von St. Michael ist gemäß Fertigungskatalog der Herstellerfirma eines der ersten dieser speziellen Bauart – und eines der letzten, das noch erhalten ist: In Westfalen ist bekanntermaßen nur noch ein einziges weiteres Uhrwerk dieser Bauart erhalten und an Ort und Stelle in Betrieb.

Nicht Unzulänglichkeiten der Technik oder schlechter Erhaltungszustand, sondern eher eine Kombination aus verändertem Zeitgeschmack, Bequemlichkeit und Modernisierungswillen bereitete mechanischen Uhrwerken ein jähes Ende.

Alte Kleidung, festes Schuhwerk

Umso erfreulicher ist es, dass das alte Uhrwerk von St. Michael über die Zeiten hinweg erhalten geblieben ist und dessen faszinierendes Räderwerk nach seiner zwischenzeitlich erfolgten Restaurierung weiterhin jeden Betrachter in seinen Bann ziehen kann. Auch der unverwechselbare Klang der Glocken von St. Michael stellt seit nunmehr fast 100 Jahren ein akustisches Identifikationsmerkmal Hassels dar.

Treffpunkt für die kostenfreie Führung am Sonntag, 22. Februar, ist das Hauptportal der Kirche St. Michael an der Valentinstraße. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Empfehlenswert für die Teilnahme sind alte Kleidung und festes Schuhwerk.

Weitere Informationen sind telefonisch unter 9 58 33 90 oder im Internet erhältlich. Die entsprechende Adresse lautet:
www.foerderverein-stmichael.de