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St. Barbara: Turmsanierung im Plan

12.11.2012 | 10:00 Uhr
St. Barbara: Turmsanierung im Plan
Verhüllt und eingerüstet: der Turm von St. Barbara Erle. Dessen Glocken sind seit dem Sommer vorübergehend stillgelegt.Foto: Hans Blossey

Gelsenkirchen-Erle. 115 Jahre ist er alt, der Turm der St.-Barbara-Gemeinde Erle, und sehr wohl ein bisschen leise – geworden. Genauer: Seit Beginn der Komplettsanierung im Sommer sind die Glocken aus Sicherheitsgründen verstummt. Doch das Ende der Arbeiten ist absehbar. Die Verantwortlichen in Bistum und Pfarrei St. Urbanus Buer, zu der St. Barbara gehört, hoffen, das (katholische) Wahrzeichen des Stadtteils bis Weihnachten fit gemacht zu haben für die Zukunft.

Luftverschmutzung, Feuchtigkeit und Frost haben den Mauern des 40 m hohen Turms in den vergangenen Jahrzehnten arg zugesetzt. So sehr, dass die Bauszub-stanz in Gefahr war. „Der Fugenmörtel war porös geworden, so dass Regenwasser eindringen und bei Frost Abplatzungen verursachen konnte“, erläutert Klaudius Krusch, als Architekt des Bistums Essen mit dem Projekt in Erle betraut.

110 000 Euro Investitionskosten

„Die Arbeiten waren dringend erforderlich, um die Gefährdung von Menschen durch herabfallende Teile zu verhindern. Zum Glück haben wir die Schäden an den Gesimsen früh genug entdeckt“, begründet Jürgen Thelen als Bauausschuss-Mitglied des St.-Urbanus-Kirchenvorstands die Notwendigkeit der ersten Komplettsanierung in der Geschichte des Turms.

Also wurde das Bauwerk Mitte Juli eingerüstet, und Fachfirmen rückten an, um schadhafte Gesimssteine samt Fugenmörtel auszutauschen. „Die Glocken wurden außer Dienst gestellt, weil deren Schwingungen den frischen Mörtel schädigen könnten“, so Bistums-Architekt Krusch.

Im Zuge der Arbeiten stellten die Fachleute zudem fest, dass die vier Ziffernblätter der Turmuhr korrodiert waren. Diese werden nach einem noch anstehenden Beschluss des Kirchenvorstands wahrscheinlich ausgetauscht.

Eine unliebsame – und vor allem kostspielige – Überraschung bescherten der Gemeinde die Tauben: Sie waren durch die Jalousien in den Glockenturm gelangt und hatten dort gebrütet. Um den hochinfektiösen Kot der Tiere zu beseitigen, musste nun eine Spezialfirma beauftragt werden, deren Mitarbeiter in besonderer Schutzkleidung Mauerwerk und Turmhelm reinigten und desinfizierten. Kostenpunkt: Rund 16 000 Euro, so Architekt Krusch. Insgesamt investierten je zur Hälfte Bistum und Pfarrei St. Urbanus 110 000 Euro in die Sanierung.

Aus den Fehlern der Vergangenheit haben die Verantwortlichen gelernt: „Wir haben hinter den Lamellen des Geläuts Netze einbringen lassen, die Taubenflug verhindern“, erklärt Thelen.

Christiane Rautenberg



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