Sonnengelb wird die neue Fassade in Westerholt erstrahlen

Quartiersarchitektin Andrea Moises und das Ehepaar Bensch vor dem Haus an der Bahnhofstraße.
Quartiersarchitektin Andrea Moises und das Ehepaar Bensch vor dem Haus an der Bahnhofstraße.
Foto: AKL
Was wir bereits wissen
Familie Bensch profitiert von dem Haus- und Hofflächenprogramm. Unterstützung erhielt sie von den Mitarbeitern im Stadtteilbüro Hassel.Westerholt.Bertlich. Jetzt soll das Haus im Zentrum von Westerholt neu angestrichen werden.

„Die neue Fassadenfarbe wird ein warmes Sonnengelb“, kündigt Herbert Benesch an. Das Gebäude an der Bahnhofstraße 84 ist bereits eingerüstet, in drei Wochen soll die Farbe trocken sein. Inge und Herbert Benesch haben sich beim Stadtteilbüro Hassel.Westerholt.Bertlich beraten lassen und freuen sich jetzt über die Bezuschussung des neuen Anstrichs durch das Haus- und Hofflächenprogramm. Gute Nachricht: Das Programm ist im Mai ausgeweitet worden.

Bislang bezog es sich lediglich auf einen begrenzten Bereich rund um die Bahnhofstraße in Westerholt. „Jetzt umfasst das Fördergebiet nahezu den gesamten Stadterneuerungsbereich Westerholt, Bertlich und Hassel. Somit können künftig mehr Eigentümer von den Zuschüssen profitieren“, freut sich Quartiersarchitektin Andrea Moises. „Das ist eine echte Aufwertung für den Stadtteil Westerholt und eine Chance, die man unbedingt nutzen sollte“, finden Inge und Herbert Benesch.

Beratungstermin vereinbart

Die Beneschs sind in Westerholt keine Unbekannten. 33 Jahre lang war Inge Benesch Inhaberin des Friseursalons an der Bahnhofstraße 84. Nachdem sie die untere Etage bislang nur gemietet hatten, entschloss sich das Ehepaar 2013 das Gebäude zu kaufen. Den Salon vermietet sie nun an eine langjährige Mitarbeiterin. „2014 haben wir das Haus von innen saniert. Kein Zentimeter Putz ist dabei an den Wänden geblieben“, erinnert sich Herbert Benesch.

Als wir vom Haus- und Hofflächenprogramm hörten, haben wir einen Beratungstermin gemacht.“ Mit einem neuen Fassadenanstrich sollte das graue Gebäude auch von außen in neuem Glanz erstrahlen. Die Beratung beim Stadtteilbüro sei sehr professionell verlaufen. Als etwas schwierig erwies sich dann das Einholen der drei Angebote von Malerunternehmen. „Viele haben nicht geantwortet oder waren unpünktlich“, ärgert sich das Paar.

Drei Angebote einholen

Andrea Moises erläutert das Verfahren: „Beim kostenlosen Beratungsgespräch klären wir, ob das entsprechende Gebäude förderfähig ist. Dann holt der Eigentümer drei Angebote ein.“ Hier sei besonders das Aufmaß wichtig, denn die Förderung wird über den Quadratmeterpreis abgerechnet. Rund 100 Beratungsgespräche wurden im gesamten Stadtumbaugebiet schon geführt, von zehn Interessenten liegen jetzt Anträge vor.

Für Familie Benesch ist es jetzt soweit. „Mit der Wahl der Farbe haben wir es uns nicht einfach gemacht. Auf Fahrradtouren haben wir geschaut, was uns gefällt und uns für ein sonniges Gelb entschieden“, erzählt Inge Benesch. Ein Farbfeld ist bereits an der Fassade zu sehen. Und damit ist nicht Schluss: Auch die Werbefenster und die Metallzahl des Baujahres 1905 werden modernisiert.

Wer an dem Förderprogramm interessiert ist, kann sich im Stadtteilbüro an der Egonstraße 4 unter 1 69 69 22 melden.