Sommerfest ist für Westerholter Ehrensache
26.08.2012 | 17:23 Uhr 2012-08-26T17:23:00+0200
Herten-Westerholt. Auf der Bühne spielen „4 Acoustics“ Altbekanntes. Am Bierstand gegenüber haben es sich Gäste gemütlich gemacht und lauschen. Die Sonne scheint am Samstag über der Bahnhofstraße. Das Sommerfest Westerholt macht seinem Namen alle Ehre.
Nur ein paar Meter weiter beobachten die Vorsitzenden der Werbegemeinschaft, Hans Klare und Werner Schnieders, die Szenerie. Doch dafür bleibt wenig Zeit. Gleich müssen sie am Stand der Schützen mit darum schießen, Tageskönig zu werden. Langsam schlendern sie über die Bahnhofstraße. Sie sind zufrieden. „Wir machen das jetzt seit 28 Jahren – da muss ja alles klappen“, schmunzelt Klare, während er hier grüßt und da winkt. Mit den Händlern nämlich steht er sich gut.
Ziel: Kaufkraft-Abfluss stoppen
Am Stand von Nicole Gusella machen sie Halt. „Na, sind Sie zufrieden?“ fragt Klare, während er einen Blick auf die ausgestellten Schmuckstücke wirft. „Ja“, so die Antwort. Ob denn viel Publikum zum Stand komme? „Es geht. Aber so richtig kann man das erst am Ende beurteilen.“
Unter der Unterführung ist wieder Platz für die Kleinsten. Die bieten hier an, was sie nicht mehr brauchen. Hörspiele, Plastikspielzeug, vielleicht ein Buch. Auch das gehört traditionell zum Sommerfest. Und Werner Schnieders erinnert sich, wie klein auch die Werbegemeinschaft Westerholt einst anfing. „Hans Klare und ich sind als Nachbarskinder aufgewachsen. So lange kennen wir uns schon. Unsere Eltern haben sich über die Nachbarsmauer hinweg gestritten“, lacht er. „Vor 30 Jahren dann haben wir zusammen die Werbegemeinschaft gegründet. Weil wir etwas verändern wollten, den Abfluss der Kaufkraft aus Westerholt stoppen wollten. Und es ist uns gelungen, hier ein ordentliches Angebot zu erhalten.“
Bevölkerung soll einbezogen werden
Rechts um die Ecke beginnt die Vereinsmeile. Eine ganze Straße ist den ehrenamtlichen Akteuren gewidmet – das ist neu. Bisher war dort ein Kunstmarkt zu finden. „Wir möchten einfach die Bevölkerung noch mehr einbeziehen“, so Hans Klare.
Jetzt fällt linker Hand der Blick auf die Mitglieder vom Westerholter Bunker. Beim Sommerfest mitzumachen, das war für die Rocker Ehrensache. „Wir machen das mit den Westerholter Vereinen gemeinsam“, erklärt Vorstandsmitglied Heiner Wüller, dass sich der Club auch am Kuchenstand beteiligte und dass er sich schon über viel Besuch am Stand freuen konnte. „Sicher, viele Leute schauen erst einmal aus der Ferne. Aber dann kommen sie doch zu uns.“
Schützenkönig für einen Tag
Ein paar Meter geradeaus, dann erscheint links der Stand der Bürgerschützengilde Westerholt. Dort wird schon auf die Vertreter der Werbegemeinschaft gewartet. Auf einer Anlage wird mit einem Infrarot-Gewehr der König ausgeschossen. „Daran nehmen Vertreter der Vereine, Verbände und der Kaufmannschaft teil“, so Oberst Bodo Bartel. „Wer hier gewinnt, ist Majestät für einen Tag und bekommt einen Pokal zur Erinnerung.“
Eifrig schießen sie abwechselnd auf die Zielscheibe. Bei so schönen Wetter kommt richtig gute Laune auf. Vor allem bei dem Gewinner. Für einen Nachmittag und Abend nämlich darf sich Peter Huge von den Freiwilligen Feuerwehr nun Schützenkönig nennen. Horrido.
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