So gut wie in trockenen Tüchern
15.10.2007 | 18:05 Uhr 2007-10-15T18:05:08+0200Auf dem Gelände der ev. Gemeinde Buer-Beckhausen im Schaffrath soll ein APD-Wohnheim für demenzkranke Menschen entstehen. Die Verträge stehen vor der Unterzeichnung. 70 Anfragen für 24 Plätze
"Noch ist nichts unterschrieben", so Andrea Rylke-Voigt, Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde Beckhausen, "es kann alles noch umgeworfen werden." Wahrscheinlich ist das aber nicht, sagt auch sie. Denn die Planungen, einen Teil des kircheneigenen Geländes im Schaffrath an den Ambulanten Pflegedienst zu verkaufen, sind weit gediehen, die Verträge unterschriftsreif.
Der APD plant das Gemeindezentrum inklusive Kirche in ein Wohnheim für demenzkranke Menschen umzuwandeln. Hinzukommen soll ein Neubau, so dass insgesamt 24 Menschen dort wohnen können. Für jeden Bewohner sind rund 30 qm Netto-Fläche eingeplant.
Der Kirchturm bleibt bei den Umbauten ebenso erhalten wie die Grundmauern des Gemeindehauses, das zweckmäßig umgestaltet wird. "Das machte den Entwurf besonders sympathisch", freut sich Rylke-Voigt. Von den 2915 qm Grundstück gehen rund 1650 an den APD. Vor Ort bleibt das Pfarrhaus; die Vereine der Gemeinde sind zum kath. Pfarrzentrum und ins Bodelschwinghhaus umgezogen.
In drei bis vier Wochen sollen die Verträge unterschrieben werden, so dass der APD bereits in diesem Jahr mit dem Bau beginnen könnte. In dem Fall wäre der Komplex, der aus drei Wohngemeinschaften für je acht Personen besteht, zum 1. Juli 2008 fertig, so APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau. "Es entstehen im Schaffrath so außerdem 20 neue Arbeitsplätze", sagte er der WAZ.
Fünf Pflegefachkräfte sowie 15 Alltagsbegleiter werden in dem neuen Wohnheim eine Anstellung finden. Die Alltagsbegleiter werden - in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit - für ein halbes Jahr geschult, denn die APD setzt auf "die Natürlichkeit des Lebens", so Hasenau. Das heißt: Die demenzkranken Patienten sollen soweit wie möglich noch ihrem geregelten Alltag nachgehen, werden aber rund um die Uhr betreut, indem sie zum Beispiel Hilfe beim Einkauf oder Kochen bekommen.
"Der Bedarf ist da, wir haben bereits 70 Anfragen", so Hasenau. "Die Zeit drängt."
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