Seit 25 Jahren für die Schüler im Einsatz
06.12.2011 | 18:09 Uhr 2011-12-06T18:09:00+0100
Gelsenkirchen-Buer.1986 war Ronald Reagan US-Präsident, Helmut Kohl regierte in Deutschland, und Jürgen Löchtermann übernahm den Vorsitz des neu gegründeten Fördervereins für das Eduard-Spranger-Berufskolleg. Während die Politiker inzwischen buchstäblich Geschichte sind, kann Löchtermann in diesem Jahr immer noch als Vorsitzender das 25-Jährige des Fördervereins feiern.
„Das ist ein ganz seltenes Beispiel von Kontinuität“, lobt Schulleiter Manfred Abstiens das ehrenamtliche Engagement. „Das ohne ein tolles Team nicht möglich gewesen wäre“ gibt Löchtermann den Ball zurück. Und es ist auch die Kollegialität, die Löchtermann dazu getrieben hat, sich so lange für die Schule einzusetzen. Der Sohn des inzwischen 69-Jährigen hat das Eduard-Spranger-Berufskolleg bereits 1988 wieder verlassen.
Gegründet worden war der Förderverein ursprünglich, um den Schülern bessere Lernmöglichkeiten zu eröffnen. So gehörte es zu den ersten Projekten, die Ausstattung der Labor- und Fachräume auf den damals neuesten Stand der Technik zu bringen. Der erste Computer zum Beispiel, der im Unterricht eingesetzt werden konnte, war ein Projekt des Fördervereins. Er gehörte zu einer kompletten Ausstattung, mit dem der Betrieb eines Autohandels lebensecht nachgestellt werden konnte. Das „Autohaus Eduard Spranger“ wurde damals als der kleinste Autohandel Deutschlands bekannt.
Diese großen Projekte wurden natürlich erst durch Spenden aus Handel, Handwerk und Industrie möglich, um die sich der Förderverein bemühte und immer noch bemüht.
Vom Jahresbeitrag von 10 Euro könnte der 67 Mitglieder starke Verein bei weitem nicht das leisten, was er bisher schon geleistet hat. Im sechsstelligen Euro-Bereich dürfte nach groben Schätzungen die Summe liegen, von der die Schülerinnen und Schüler in den letzten 25 Jahren profitieren konnten.
Während es früher um die Ausstattung der Schule ging, springt der Verein heute bei sozialen Problemen im Zusammenhang mit Schul-Aktivitäten ein. Kann ein Schüler zum Beispiel eine Klassenfahrt nicht bezahlen, wird er unterstützt. Geblieben ist seit den ersten Tagen, dass die jeweils Jahrgangsbesten ein Buchgeschenk erhalten.
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