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Schülercafé: Premiere ist gelungen

29.08.2012 | 10:00 Uhr
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Schülercafé: Premiere ist gelungen
Hereinspaziert: Die pädagogische Leiterin des Schülercafés, Maite Blümer, serviert fair gehandelte Snacks und Getränke zu kleinen Preisen.Foto: Michael Korte

Über einen gelungenen Start des Schülercafés der Pfarrei St. Urbanus freut sich die pädagogische Leitung, Maite Blümer. In den ersten Tagen zählte sie 40 bis 100 jugendliche Besucher an der Goldberg-/Erlestraße.

Gelsenkirchen-Buer. EsCAFElation, SPAM oder Come toGEther? Der Name des neuen Schülercafés der Pfarrei St. Urbanus ist noch unklar – dass es im Gemeindezentrum von St. Mariä Himmelfahrt Buer nun gestartet ist, hat sich jedoch schnell herum gesprochen. Nahezu in Highspeed-Geschwindigkeit, wie die Internet versierte Zielgruppe es umschreiben würde: Am Premieren- (und ersten Schul-)Tag standen bereits eine Dreiviertelstunde vor der Eröffnung 16 Jugendliche vor der Tür, berichtet die pädagogische Leiterin Maite Blümer. „Besser hätte der Start nicht laufen können.“

Frisch-grüne Sitzwürfel vor weißen Holztischen, eine weiße Küchentheke mit Arbeitsplatte in Holzoptik, die die Bodenbelag-Farbe aufnimmt und die hellgraue Wandfarbe kontrastiert: Jung, dynamisch und gemütlich kommt das knapp 40 qm große Café an der Erle-/Goldbergstraße daher.

Dass hier Getränke zu schülerfreundlichen Preisen angeboten werden (Latte macchiato für 1,20, Mineralwasser für 0,70 Euro), versteht sich für Maite Blümer von selbst. Wer Getränke und Butterbrote selbst mitbringen möchte, ist ebenfalls willkommen. „Wir wollen ja keine großen Gewinne machen, sondern den Schülern einen Rahmen geben, sich bei uns zu treffen oder Hausaufgaben zu erledigen“.

Was offenbar bisher gelungen ist: „In den ersten Tagen haben wir je zwischen 40 und 100 Besucher gezählt, die unsere Tische auch schon genutzt haben, um Referate vorzubereiten“, erzählt die 29-jährige Diplom-Sozialarbeiterin, die das Café – und die Jugendlichen – mit Hilfe von Ehrenamtlichen montags bis freitags von 10 bis 15 Uhr betreut. Ein Helfer hat sich bereits vor dem Start gemeldet: Ex-Lehrer Werner Keller (66), der seit seiner Pensionierung „auf Entzug“ ist in Sachen Arbeit mit Schülern. Er half mit beim Möbelaufbau und springt an der Theke ein.

Den Jugendlichen der Jahrgangsstufen 10 bis 13 einen geschützten Raum und bei Bedarf Beratung und Hilfe anzubieten in der schwierigen Phase der Heranwachsens zwischen erster Liebe, Schule und nervigen Eltern: Das ist das Ziel dieses schulpastoralen Zentrums, das die Oberstufenschüler von Leibniz-, Max-Planck-, Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium sowie Berufskolleg und Gesamtschule Buer-Mitte im Blick hat. Orientierung auch mit Hilfe von christlichen Werten zu geben und entsprechende, durchaus spirituelle Projekte zu entwickeln, entspricht dabei durchaus dem Konzept des Cafés – allerdings ohne missionieren zu wollen.

Alexander Cyrus (17) und Maximilian Gehlhaar (16) vom MPG sprechen die Verantwortlichen damit sehr wohl an. „Wir haben schon einmal ins Café reingeguckt und finden es ganz interessant. Es ist viel ruhiger und gemütlicher als die Schule, um in Freistunden Hausaufgaben zu machen oder Freunde zu treffen“, so Gehlhaar. „Solange man uns religiöse Sachen nicht aufzwingt, ist das Café eine gute Anlaufstelle“, sagt Cyrus.

Und die Sache mit dem Café-Namen wird sich auch klären: Am 31. August endet die Frist, in der Interessierte auf Facebook Vorschläge machen und voten können.

Christiane Rautenberg

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