Schüler lernen, selbstständig zu leben und lesen

Jamal Aoulad Ali (li.) und Attila S. Öner (re.) überreichten die Büchereiausweise u.a. auch an (v.l.) Lena Lange, Ahmad El-Issa und Mandy Reichardt, die das Berufsvorbereitungsjahr am Eduard-Spranger-Berufskolleg besuchen.
Jamal Aoulad Ali (li.) und Attila S. Öner (re.) überreichten die Büchereiausweise u.a. auch an (v.l.) Lena Lange, Ahmad El-Issa und Mandy Reichardt, die das Berufsvorbereitungsjahr am Eduard-Spranger-Berufskolleg besuchen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Internationale Unternehmerverband IntUV hat den Schülerinnen und Schülern des Berufsvorbereitungsjahres am Eduard-Spranger-Berufskolleg einen Besuch abgestattet und dabei Werbung fürs Lernen und Lesen gemacht.

Gelsenkirchen-Buer..  Sie stammen meist aus Zuwandererfamilien, arbeiten als Arzt oder Apotheker, sie leiten Werbeagenturen, Restaurants oder Sozialstationen und haben sich mit Erfolg selbstständig gemacht. Von den Erfahrungen, die sie auf diesem Weg gemacht haben, und auch von den Rückschlägen, die sie dabei haben einstecken müssen, berichteten die im Verband IntUV Ruhrstadt zusammengeschlossenen Unternehmer den Schülerinnen und Schülern, die in Buer am Eduard-Spranger-Berufskolleg das Berufsvorbereitungsjahr besuchen. Und so ganz nebenbei machten Jamal Aoulad Ali und IntUV-Vorstand Atilla Öner Werbung fürs Lesen und das breite Informationsangebot, das die Stadtbibliothek mit ihren Einrichtungen bietet.

Ganz gezielt hatte sich der Unternehmerverband das Eduard-Spranger-Berufskolleg für den Start des Pilotprojektes ausgesucht. „Weil wir zuvor mit dem Kolleg bei einem anderen Projekt gute Erfahrungen gemacht hatten und weil die Schule an der Goldbergstraße einen kaufmännischen Schwerpunkt hat“, erläutert Charlotte Höfinghoff von IntUV.

Aus erster Hand erfuhren die Schülerinnen und Schüler, die demnächst vor dem Wechsel von der Schule in den Beruf stehen, worauf Firmenchefs achten, wenn Bewerber in einem Vorstellungsgespräch vor ihnen sitzen. Welche Erwartungen gibt es? Welche Anforderungen müssen erfüllt werden? Diese und weitere Fragen konnten aus erster Hand beantwortet werden.

Start für das Pilotprojekt

„Wir wollen den Schülerinnen und Schülern den Start ins Berufsleben erleichtern“, beschreibt Charlotte Höfinghoff das Ziel der Zusammenarbeit, die nicht nur auf das Eduard-Spranger-Berufskolleg beschränkt bleiben soll. So plant der IntUV, ähnliche Angebote der Kooperation auch anderen Schulen in Gelsenkirchen und Buer machen zu wollen.

Beim Start in eine Ausbildung sollte man sich tunlichst nicht nur auf die Unterstützung der Schule verlassen. Mindestens genau so wichtig sind Eigeninitiative und Selbstständigkeit. Um die Schülerinnen und Schüler auch in diesen Bereichen zu unterstützen, überraschten die IntUV-Vertreter die jungen Frauen und Männer mit einem Geschenk: Die 54 Teilnehmer des Berufsvorbereitungsjahres erhielten einen Jahresausweis für die Stadtbibliothek. Dort können sie nach Lesestoff suchen oder den Medienbestand als Quelle für Recherchezwecke nutzen. So sind sie beispielsweise aufgefordert, ein Buch zu lesen und anschließend eine eigene Rezension darüber zu verfassen. Darüber hinaus können sie in der Stadtbibliothek den Internet-Zugang nutzen und ihre eigenständig verfassten Bewerbungen ausdrucken.