Schlesischer Ring: Politik entscheidet erst im September

Die Entscheidung wurde vertagt: Die Bezirksvertretung Nord berät erst in der Sitzung im September über die Sanierung des Schlesischen Rings. .
Die Entscheidung wurde vertagt: Die Bezirksvertretung Nord berät erst in der Sitzung im September über die Sanierung des Schlesischen Rings. .
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Votum des „Beirats der Menschen mit Behinderung“ soll abgewartet werden. Anwohner haben sich inzwischen mehrheitlich gegen die Sanierung ausgesprochen. Sie verstehen den Versuch der Planungsbehörde nicht, Gewerbebetriebe zu vertreiben.

Ursprünglich wollte die Bezirksvertretung Nord in der nächsten Sitzung über die Sanierung des Schlesischen Rings diskutieren. Doch jetzt wurde der Punkt von der Tagesordnung für die Sitzung am Donnerstag, 28. Mai, genommen.

„Der Beirat für Menschen mit Behinderungen tagt erst am 2. Juni“, erläuterte Stadtsprecher Oliver Schäfer. „Die Politiker wollten deren Votum abwarten“. In der Septembersitzung der Bezirksvertretung soll über die Maßnahme abschließend entschieden werden.

Mehrheit der Anwohner ist gegen die Sanierung

Bis dahin wird die Diskussion – zumindest unter den Anwohnern – weitergehen. Gestern schickte Rechtsanwalt Günter Galland seine Stellungnahme an die Bezirksvertretung – inklusive der inzwischen 84 Unterschriften von Anwohnern, die sich gegen die Sanierung aussprechen.

„Das sind etwa zwei Drittel der hier von den Baumaßnahmen betroffenen Anwohner“, schreibt er. Und fragt: „Wie kann die Planungsbehörde einer Stadt, die von höchster Arbeitslosigkeit in Nordrhein-Westfalen geprägt ist, auch nur im Entferntesten daran denken, Gewerbebetriebe zu vertreiben und damit Arbeitsplätze zu vernichten?“

Heute treffen sich Anwohner, Verwaltungsmitarbeiter und Politiker zu einem Ortstermin.