Schalthaus-Türen bleiben in Hassel noch geschlossen

Hereinspaziert ins Schalthaus: Diese Einladung können Kira und Monika Schmidt noch nicht aussprechen.
Hereinspaziert ins Schalthaus: Diese Einladung können Kira und Monika Schmidt noch nicht aussprechen.
Foto: Thomas Gödde
Was wir bereits wissen
  • Um das soziokulturelle Projekt auf Bergmannsglück ist es still geworden
  • Doch die Macherinnen halten fest an ihrer Idee von einer Spielstätte
  • „Nachmittag der offenen Türen“ ruft Schalthaus-Kulturnächte in Erinnerung

Gelsenkirchen-Hassel..  Nach der Euphorie der ersten Jahren ist es ziemlich still geworden um die Schalthaus-Initiative auf Bergmannsglück. Das ist auch der Grund dafür, dass Monika und Kira Schmidt, die das soziokulturelle Stadtteilprojekt auf dem ehemaligen Zechengelände in Hassel angestoßen haben, sich jetzt zurückmelden – mit einer Einladung zu einem „Nachmittag der offenen Tür“ am Sonntag, 30. Oktober, im Alfred-Schmidt-Haus an der Bergmannsglückstraße 42.

Dass der musikalisch-videografische Rückblick auf die vergangenen Kulturnächte nicht im Schalthaus selbst, sondern nebenan in der Schmidtschen Galerie stattfindet, hat einen einfachen Grund: das Schalthaus steht für öffentliche Veranstaltungen immer noch nicht zur Verfügung.

Treffpunkt für Vereine und Bühne für Musik-, Tanz- und Theateraufführungen soll das Schalthaus werden, aber auch ein leicht zugänglicher Begegnungsort für Menschen, die bislang nur wenig mit Kunst und Kultur in Kontakt gekommen sind.

Bebauungsplan wird aufgestellt

Mit dem Abriss der alten Zechengebäude nahm diese Idee mehr und mehr Gestalt an. Nach zahllosen Gesprächen mit dem Bergbau und mit der Stadtplanung befindet sich zur Zeit ein Bebauungsplan in der Aufstellung, in dem auch das Schalthaus vermerkt ist. Wie und wann aber Leben in das Gebäude einziehen wird, ist noch fraglich. Monika Schmidt: „Die Stadt hat eine Machbarkeitsstudie eingefordert. Die Ausschreibung dazu hat schon stattgefunden.“ Die gutachterliche Untersuchung soll Aussagen treffen über die Finanzierbarkeit und Wirtschaftlichkeit dieses Projektes, über die Eingliederung in den Stadtteil und nicht zuletzt auch über die Verkehrsanbindung.

Monika und Kira Schmidt hoffen jetzt auf einen positiven Bescheid. Denn nur dann könnte der baurechtlich vorgeschriebene zweite Fluchtweg gebaut werden. Damit wären die Türen zumindest für einen temporären Betrieb dieser Kulturstätte geöffnet. „Die Bergmannsglücker Vereine haben schon angefragt , aber auch die Bülser Schützen“, freuen sich die beiden Initiatorinnen über Nachfragen aus der direkten Nachbarschaft. Um das Schalthaus wirtschaftlich tragfähig zu machen, muss die Einrichtung nicht nur gemeinnützigen Gruppen offen stehen. Hochzeiten, Messen, Präsentationen: Auch dafür soll das Schalthaus Platz bieten.

Anordnung der Parkplätze

Die Gestaltung des Spielplans bereitet den Prinzipalinnen im Moment weitaus weniger Sorgen als die Anordnung der erforderlichen Parkplätze. Der Rand der Bergmannsglückstraße kommt dafür ebenso wenig in Frage wie Flächen an der Galerie. Sie genießen zwar Bestandsschutz, dürfen aber für den Schalthaus-Betrieb nicht genutzt werden.

Ein Ende der Gespräche ist noch lange nicht in Sicht.

Der „Nachmittag der offenen Tür“ beginnt am Sonntag, 30. Oktober, um 15 Uhr in der Alfred-Schmidt-Galerie, Bergmannsglückstraße 42, zunächst mit Kaffee, Kuchen und Gesprächen über die Kulturnächte, die seit 2012 veranstaltet wurden.

Ab 16 Uhr spielt die Schalthaus-Band, präsentieren die Sänger ihre Lieblingslieder, zeigt ein Video die vergangenen Tanzproduktionen.