Säge wartet auf 49 Bäume
28.09.2009 | 17:33 Uhr 2009-09-28T17:33:00+0200In den kommenden Wintermonaten wird Gelsendienste abgängiges Grün an den Straßen im Stadtnorden beseitigen. Die Bezirksvertretungen stimmten den Plänen zu.
49 Straßenbäume wird Gelsendienste im nächsten Winter in den drei Bezirken des Stadtnordens abholzen. Nur in 25 Fällen wird es eine Nachpflanzung geben. Alle Entscheidungen fanden Zustimmung in den Bezirksvertretungen. Zuvor hatten sich die bezirklichen Baumkommissionen bei einer Rundfahrt die „Kandidaten” angesehen.
Die meisten Bäume, die Opfer der Säge werden, stehen im Bezirk West. Allein hier verschwinden 20 Bäume aus dem Straßenbild. Dass es in West so viele sind, liegt daran, dass allein an der Turfstraße 14 Pappeln weg kommen. Hier handelt es sich um die Fortführung eines längeren Fällprogramms. Bei den Bäumen besteht Bruchgefahr. Eine Nachpflanzung sei hier nicht nötig, so Gelsendienste, da das vorhandene Unterholz durchwachsen soll. Weitere Bäume verschwinden Auf dem Schollbruch (zwei Platanen, es gibt keine Nachpflanzungen), auf Essener- und Markenstraße, wo zwei Robinien weichen müssen (eine Hainbuche und eine Säuleneiche werden nachgepflanzt), auf der Wildroßstraße (zwei Eber-eschen kommen ohne Ersatz weg), auf der Surkampstraße, wo ein Spitzahorn und eine Robinie abgesägt werden, aber nur eine Stieleiche neu an den Straßenrand kommt, und auf der Fetten Wiese, wo ein Bergahorn ersatzlos weg kommt.
Im Bezirk Ost werden eine Roßkastanie (Middelicher Straße, sie wird durch den gleichen Baum ersetzt) und zehn Robinien (3 an der Hedwigstraße, 7 an der Lückshofstraße) aus dem Straßenbild verschwinden. Überall werden Hainbuchen nachgepflanzt.
Im Bezirk Nord plant Gelsendienste das Fällen von 18 Bäumen. Je drei an der Devesestraße (Roteichen, nur eine kommt nach) und an der Kreuzung Romanusstraße/Beisenstraße. Hier leiden die Bergahorn-Bäume an Vitalitätsverlust durch Wurzelschäden. Es muss noch geprüft werden, ob es im dortigen Parkplatzbereich Nachpflanzungen geben kann. Weitere Bergahornbäume verschwinden an Mühlenstraße und Im Eichholz (hier gibt's als Nachpflanzung einen Spitzahorn). Je ein Spitzahornbaum wird an Mehring-, Nienkamp-, Reubekampstraße sowie Zum Ehrenmal gefällt (Ersatz nur an Mehringstraße und Zum Ehrenmal). An der Feldhauser Straße kommt zudem eine Linde weg, die Brandkrustenpilz hat (eine Winterlinde ist der Ersatz), am Scharenweg eine Sandbirke, die ersatzlos verschwindet, und an der Turmstraße, wo eine Roßkastanie ersetzt wird.
Interessante Nachpflanzungen gibt es an der Hermann-Löns-Straße, wo für eine Sandbirke ein Amberbaum nachgepflanzt wird, an der Augustin-Wibbelt-Straße, wo ein Blutbuchensolitärbaum ein Silberahorn ersetzen wird, und an der Goldbergstraße, wo einem angängigen Weißdorn eine Holländische Linde folgen wird.
Etliche Ablehnungen
Vor allem im Bezirk Nord gab es auch Fälle, bei denen sowohl Gelsendienste als auch die Politik das Fällen eines Baumes, von Bürgern beantragt, ablehnten. Gründe waren zu große Beschattungen des Gartens, Dreck der ins Haus getragen wurde oder eine Pollenallergie. Die Wohlfahrts-wirkungen der Bäume seien höher einzustufen, hieß es.
16:17
Klar doch - Geradeausdenker ist der Messias.
Hier geht es um Bäume, die seinerzeit gesetzt wurden und wo niemand daran dachte ob das Wurzelwerk noch nach über 50 Jahren die gleiche Standfestigkeit im Erdreich hat. Wir konnten sehen das der letzte Sturm selbst große Bäume (Angriffslastfläche beachten!!!) so mir nichts dir nichts entwurzelt hat. Die Wurzeln hatten einfach nicht mehr die Kraft den großen Baum zu halten. Gleichfalls war zu beobachten, das von außen intakt aussehende Stämme und Äste von innen auch schon verfault waren. Hier war erst vor nicht so langer Zeit ein städt. Verantwortlicher mit seinem Prüfgerät (Klopfprobe!!) und hat diese Bäume für intakt gehalten.
Das nur so einmal zur Anschauung.
Auch wenn die Bürger beführworten, für diese zur Disposition stehenden Bäume Neuanpflanzungen zu wollen, die Stadt sagt kategorisch NEIN.
Das nur zu Deinem Dächle und seiner Grübelmasse und pass auf das dir da nichts drauffällt.
Übrigens - das mit der Klimakatastrophe haben wir verstanden, sonst würden wir ja nicht plädieren das diese alten Unheilsbringer durch andere besser zur aktuellen Zeit passende Bepflanzung ersetzt werden.
15:36
...einige Kommentatoren scheinen Müll anstatt Gehirnmasse im Kopf zu haben: Seit Jahren werden uns in allen Medien die Zusammenhänge über den Klimawandel und Stürme als EINE Folge davon aufgeführt. Aber es gibt Hohlköpfe, die rein GAR NICHTS kapieren. Null Wissen, null Achtung vor der Natur, DER Lebensgrundlage! Informiert Euch mal grundlegend, bevor Ihr hier dumm herumpöbelt! Habt Ihr nach den Unwettern dieses Sommers immer noch nicht kapiert, was droht? Muss es noch dicker kommen? Deckt Ihr nächstens Eure Dächer ab, aus berechtigter Angst, dass Dachpfannen auf Euer heilig´s Blechle fallen?!
12:37
Lieber GEler,
beim letzten Unwetter haben diese Bäume, von der Stadt angeblich als standsicher und nicht bruchgefährdet eingestuft, in unserer Straße ihre Äste nur so auf unsere Autos abgeschüttelt. Resultat war ein hoher Sachschaden für die Versicherungen, die wir alle durch unsere Beiträge bezahlen müssen. Zum Glück waren hier bei uns keine Menschenleben zu bezahlen und Personen wurden auch nicht verletzt.
Kommentar der Stadt: das konnte man ja wirklich nicht bei diesem Sturm ahnen.
Stimmt, aber diese Bäume will die Stadt nun einmal in Bezug auf die geltende Satzung stehen lassen. Basta. Egal was kommt.
Und hier sülzt ein selbsternannter Baumschützer herum der vorgibt Ahnung zu haben. Der sieht auch nicht was so alles mit dem städt. Baumbestand passiert und ob es nicht besser wäre anderes junges und heimisches Gehölz anstelle von 60 jahre alten Bäumen zu pflanzen.
Vielleicht sollte gerade doch mal er (oder sie) sich ein anderes Hobby zulegen als hier ewig Müll zu schreiben!!!
11:16
...Weitere Bergahornbäume verschwinden an Mühlenstraße und Im Eichholz...
Bergahorn - Baum des Jahres 2009, immer weg damit. Fehlt Platz für neue Garagen?
09:47
Ausserdem ist es doch praktisch unmöglich das alle Bäume in einer Reihe kaputt sein sollen. Komischeweise sind aber immer nur die Kaputt dieauf den flächen der Stadt stehen. Komisch Komisch Komisch.
08:39
wäre an und für sich schön wenn #5 mal das , was man allgemein Hirn nennt, aufsammelt und dann seine Romane schreibt. Noch einmal und das zum einprägen. Es geht darum das in dieser Stadt ein Eigenbetrieb schalten und walten kann wie er es gerne hätte. Ansonsten #5 woher kommt denn neuerdings Kyrill und Co immer öfter. Schon mal darüber nachgedacht? Ach ja geht ja nicht, man muss leider wieder einen Urwald abholzen, der könnte ja auf mein schönes neues Auto fallen. Und das muss unbedingt verhindert werden.
07:18
Oh wie toll, hier sind ja 4 Baumexperten am Werk!!! Hey ihr Baumdoctoren, schonmal richtig gelesen das die Bäume bruchgefährdet sind???
Genau, sollen sie doch lieber auf natürlichem Wege umkippen und beim nächsten Kyrill auf einen vollbesetzten Familien PKW stürzen, ist ja dann natürliche Auslese....
Ihr heult hier rum weil 50 Bäume gefällt werden....ja und???
ich denke nicht das es einer stadt mit 25% Grünanteil schaden wird wenn 50 Kranke Bäume geschlagen werden und jeder Baum der sonst von Gelsendienste gepflanzt wird steht hier auch nicht in der Zeitung, ich denke mal das dieses Jahr mit Sicherheit bereits mehr Bäume gepflanzt wurden als das sie hier geschlagen werden...
Sucht euch doch mal ein anderes Hobby als hier ewig Müll zu schreiben!!!
22:34
Klasse! DAS hat Symbolkraft. Da mache mal einer den Bürgern klar, dass sie Achtung vor ehrwürdigen, hochgewachsenen Bäumen haben soll. Dass allein Bäume mit Hilfe von Sonnenenergie die Photosynthese betreiben, mit der sie unser CO2 wieder in Sauerstoff und Biomasse (Holz) zerlegen, hat man wohl in der Biologiestunde verschlafen. Unser Umweltverhalten und -denken ist sehr rückwärts gewandt. Auf der einen Seite Umweltzonen einrichten, auf der anderen Bäume ersatzlos absägen. Diese Hohlköpfe die NICHTS verstanden haben gehören abgesägt....
20:56
Gemäß dem Motto; was die Kommune darf das soll auch ich haben
Prima - jetzt kann auch ich auf meinem Anwesen die Säge rotieren lassen.
Begründung: Eine Nachpflanzung sei hier nicht nötig da das vorhandene Unterholz durchwachsen soll.
Ich finde hier einen Rasenschnitt (Unterholz) von 3 cm ganz ok.
19:34
„Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluß vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist,
werdet ihr feststellen,
daß man Geld nicht essen kann.‘‘
Weisheit der Cree-Indianer
pflanzt mindestens das nach, was gelsenkahl umhaut!