„Reparatur-Michel“ geht in Hassel an den Start

Entwickelten auf einer Geburtstagsfeier die Idee für den „Reparatur-Michel“ in der Sozialkirche St. Michael in Hassel: (v.l.) Georg Hautkappe, Anne Fulst und Irmgard Böhm.
Entwickelten auf einer Geburtstagsfeier die Idee für den „Reparatur-Michel“ in der Sozialkirche St. Michael in Hassel: (v.l.) Georg Hautkappe, Anne Fulst und Irmgard Böhm.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der Föhn streikt, der Wasserkocher blubbert nur ab und zu: Auf defekte Kleingeräte hat es der „Reparatur-Michel“ der Hasseler Sozialkirche St. Michael abgesehen. Ab 4. Februar wird dort einmal monatlich Menschen mit zwei linken Händen geholfen.

Gelsenkirchen-Hassel..  Der Föhn streikt, der Wasserkocher blubbert nach Lust und Laune: Menschen mit den berühmten zwei linken Händen bleibt da oft nichts Anderes übrig, als defekte Geräte in der Wertstofftonne zu entsorgen. Künftig können sie sie auch zum „Reparatur-Michel“ der Hasseler Sozialkirche St. Michael bringen. Dort öffnet im Pfarrheim ab 4. Februar einmal monatlich ein Repair-Café, getragen von Ehrenamtlichen.

Die Initiatoren Anne Fulst, Irmgard Böhm und Georg Hautkappe aus der Pfarrei St. Urbanus wollen damit der Wegwerfmentalität begegnen, wenigstens im Kleinen. „Wichtig ist uns neben Umweltschutz und Nachhaltigkeit ebenso, dass Reparieren den Geldbeutel schont – und dass die Mitarbeiter Spaß beim Instandsetzen haben“, so Hautkappe.

Zwölf Ehrenamtliche im Einsatz

Zwölf Ehrenamtliche („keine Fachleute, aber versiert und erfahren“) werden ab 4. Februar Interessierte beim Reparieren von Lampe, Toaster & Co. anleiten, falls nötig aber auch selbst Hand anlegen. Wohlgemerkt kostenlos. „Materialien wie Stecker oder Schalter müssen wir jedoch berechnen. Ansonsten freuen wir uns über freiwillige Beiträge; wir haben bereits Ersatzteile auf Vorrat angeschafft“, so Anne Fulst. Auch ein Werkzeugsatz, finanziert aus Spendengeld, steht bereit.

Repariert wird „alles an Kleingeräten mit und ohne Stecker, also auch mal defektes Kinderspielzeug oder ein Pulli mit offener Naht“, freut sich Irmgard Böhm schon darauf, ihre Nähmaschine aufzustellen. VDE-Prüfungen sind ebenfalls möglich; ein Elektrofachgeschäft aus Buer-Mitte leiht „Reparatur-Michel“ das Messgerät aus. Dass die Kunden einen Haftungsausschluss unterschreiben müssen und keine Garantien auf die Arbeiten möglich sind – dieses Prinzip haben die Verantwortlichen von ähnlichen Einrichtungen übernommen, bei denen sie sich in Bulmke und Recklinghausen informiert haben.

Genau wie das Ziel, miteinander ins Gespräch zu kommen, bei kostenlosem Kaffee und Kuchen: „Das passt alles gut zum Konzept der Sozialkirche St. Michael mit dem Aufbruch in den Stadtteil“, ist Anne Fulst überzeugt.