Reisebüros in Gelsenkirchen setzen auf Service

Sonne, Strand und blaues Meer: das wünschen sich die Gelsenkirchener im Urlaub.
Sonne, Strand und blaues Meer: das wünschen sich die Gelsenkirchener im Urlaub.
Foto: Graben Matthias
Was wir bereits wissen
Auf diese Weise und auch durch persönliche Beratung können sie so manch ein vermeintlich preiswerteres Angebot aus dem Internet ausstechen. Nachdem lange Zeit die Online-Reisebranche einen Aufschwung erlebt hat, scheint der Trend nun rückläufig zu sein

Service – Das ist die Antwort der Reisebüros auf die Konkurrenz aus dem Internet. Anscheinend mit Erfolg. Nachdem lange Zeit die Online-Reisebranche einen Aufschwung erlebt hat, scheint der Trend nun rückläufig zu sein. Immer mehr Menschen bevorzugen den Gang in ein Reisebüro anstelle der vermeintlich günstigeren und schnelleren Online-Reiseportale. Das bestätigen auch Reisebüros im Stadtnorden.

So stellt Axel von Vorst, Inhaber des „Derpart Reisebüro Dr. W. Friedrich“ , fest: „Es wird immer mehr gebucht.“ Und das nicht nur von der älteren Generation: „Gerade in diesem Jahr sind die Kunden sehr gemischt.“ Besonders Abi-Fahrten oder Last-Minute-Reisen seien unter jungen Leuten sehr gefragt.

Ansprechpartner bei Problemen

Wie kommt dieses Umdenken zustande? Für viele der Reisebüros ist klar: Die individuelle Beratung kann auf Bedürfnisse und Fragen des Kunden eingehen. Und im Ernstfall, wenn Probleme gelöst werden müssen, gibt es einen persönlichen Ansprechpartner.

Auch für Bärbel Kohring aus dem „Reisebüro Dieter Kohring“ steht die Sicherheit und der Service im Mittelpunkt: „ Die Kunden bekommen bei uns vernünftige Informationen und der Mitarbeiter kann auf Fallen hinweisen.“ Auch stellen die Berater im Schadensfall einen Ansprechpartner da. Bei Webseiten müsse man sich hingegen laut Axel von Vorst mit Hotlines und Formularen zufriedengeben.

Berater hat Zugang zu Internetpreisen

Auch in der Zeit, die ein Kunde braucht, um eine Reise zu buchen, liegen die Onlineportale entgegen allen Erwartungen zurück: Neun Stunden braucht, nach einer Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen, der durchschnittliche Internetbucher, bis er es geschafft hat, seinen Urlaub zu buchen.

Und auch bei Preisen und Auswahl können die Reisebüros – nach eigenen Angaben – mithalten. Denn auch der Berater hat Zugang zu allen Angeboten des Internets, zu denen ihm, laut Bärbel Kohring, sogar in vielen Fällen zusätzliche Serviceleistungen zur Verfügung stehen.

Werbung im Freundeskreis

Dennoch reagiert man auf die Konkurrenz aus dem Netz. Anette Schwenzfeier, Inhaberin eines Reisebüros in Beckhausen, legt neben der Kundenpflege besonderen Wert auf Werbung im Bekannten- und Freundeskreis. Andere haben zusätzlich zum Reisebüro Internetportale, mit denen sie versuchen, Kunden über das Netz zu erreichen.

Für das „Reisebüro Dr. W. Friedrich“ steht dennoch fest: Die klassischen Reisebüros werden weiterbestehen und auch in Zukunft ihre Berechtigung in der Branche haben. Die Kunden werden auch weiterhin die persönliche Beratung eines erfahrenen Reisebüros in Anspruch nehmen – auch wenn sie sich vorher im Internet informiert haben.