Rat Gladbeck beschließt Strategie für B-224-Verhandlungen

Die A 52 und das, was ‘mal in Gladbeck daraus werden könnte, stand jetzt auch auf der Tagesordnung der Ratssitzung in der Nachbarstadt. Die Signale aus Berlin für einen doch möglichen Komplettausbau, die Aussagen von Verkehrsminister Michael Groschek in Gladbeck zu einem womöglich längeren Tunnel und einem niedrigeren A2-Kreuz (mit Unterflieger) haben Bewegung in die Diskussion gebracht. Dennoch fährt „der Zug weiter, vielleicht auch erbarmungslos“, ließ Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland keinen Zweifel, dass es im laufenden Planfeststellungsverfahren zum Teilausbau (von der Stadtgrenze Bottrop bis zum A 2-Kreuz) keinen Grund für entspanntes Zurücklehnen gibt. „Wir werden alle juristischen Mittel nutzen und uns eine klagefähige Rechtsposition sichern“, stellte er klar und forderte betroffene Bürger auf, auch ihre Argumente vorzubringen.

Auf 15 Seiten listet die Stadt ihre Einwendungen gegen die geplante Maßnahme auf. Das ist nur der Anfang, die Begründungen werden einige Aktenordner füllen. Vor allem die Folgen einer Verkehrsplanung, die geschätzte 11 000 Fahrzeuge mehr ober die aktuell mit ca. 35 000 Kfz überlastete B 224 rollen ließe, werden als Argument vorgebracht.

Die Argumente der Stadt will der Bürgermeister auch in Berlin vorbringen. Der Termin für ein A 52-Gespräch steht: Am 6. März ist Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) mit einer Delegation ins Bundesverkehrsministerium zum Gespräch mit dem Parlamentarischen Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) geladen. Thema werden die neu in Aussicht gestellten Chancen für einen Komplettausbau der A 52 mit Tunnel auf Gladbecker Gebiet sein.