Rasende Räder – offene Ladentüren
03.07.2011 | 17:58 Uhr 2011-07-03T17:58:00+0200
Gelsenkirchen-Horst. Auf die „Nacht der Revanche“ folgte in Horst der verkaufsoffene Sonntag: Zum zweiten Mal haben Radsportmanager Michael Zurhausen und die Werbegemeinschaft einen Doppelpack geschnürt.
Am Samstagabend starteten knapp 40 Fahrer aus der deutschen Radsportelite auf den 650 Meter langen Rundkurs, drehten hundert Runden – und am Ende zeigten sich alle Beteiligten zufrieden.
Teilweise zu holprig
„Wir haben auch schon mit den Fahrern gesprochen, die die neue Strecke sehr mochten“, erklärt Bernd Strickling, der Vorsitzende der Werbegemeinschaft . Wegen der Umbauarbeiten an der Essener Straße hatten die Macher entschieden, die Runde umzugestalten. „Manche Stücke wären zu holprig gewesen. Das ist einfach zu gefährlich, wenn die Fahrer dort mit 50 Stundenkilometern langfahren“, so Strickling.
Eigentlich wollten die Horster Kaufleute mit der zweitägigen Veranstaltung den Abschluss der Bauarbeiten feiern, der für Mitte Juni geplant war. „Die Arbeiten werden aber wohl noch einen knappen Monat dauern“, so Strickling, der sich mit der Kaufmannschaft für die Geduld der Kunden während der Bauphase bedanken will.
Gut besuchte Geschäfte
Kurz nach der Halbzeit am Sonntag hat Strickling dann auch ein positives Zwischenfazit gezogen: „Die Geschäfte sind sehr gut besucht. Auch der fußläufige Teil der Essener Straße ist gut besucht, obwohl wir dieses Mal dort keine Stände haben.“ Die sind nämlich wegen der Radnacht auf dem Josef-Büscher-Platz aufgebaut worden.
Unter anderem Horst 08 hat dort wieder Getränke verkauft, um die Vereinskasse aufzubessern. Allerdings scheint es sich deswegen teilweise etwas zu verlaufen am Sonntagnachmittag; die Stände wirken kleiner als sie sind auf dem großen Marktplatz.
Fürs Radrennen stand dort auch ein VIP-Zelt, denn ohne die zahlreichen Sponsoren hätte es keine „Nacht der Revanche“ gegeben. „Im Prinzip beginnt die Vorbereitung fürs nächste Jahr schon heute“, sagt Ender Ulupinar vom Gartenbaubetrieb Solenski, der mit dem Restaurant Heiner’s Hauptsponsor der Radnacht war.
Tandem und Bobby-Car
Unmittelbar haben die Organisatoren besprochen, was nächstes Jahr anders oder besser laufen kann. Denn – so viel steht anscheinend fest: Die Nacht der Revanche soll dauerhaft etabliert werden.
Lediglich der Zuschauerzuspruch hat nicht ganz die Erwartungen erfüllt. „Allerdings muss eine solche Veranstaltung wachsen“, sagt Strickling.
Übrigens hatten die Kaufleute des Stadtteils nicht nur abseits der Piste ihren Spaß: Beim Rennen des Handwerksmeistervereins mussten sie selbst an den Start. Strickling beispielsweise ist mit einem Kollegen auf dem Tandem geradelt, die Handwerker fuhren alle mit ihrer Kluft. Vermeintlich ernster ging’s unter anderem beim Bobby-Car-Rennen der Kinder zu.
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