Purple Schulz verwandelt Domplatte in Tanzfläche

Gelsenkirchen und das Ruhrgebiet sind bunt, auch musikalisch: Das stellte der zweite „Unplugged Day“ des „Rock am Dom“-Festivals am Samstag unter Beweis, als Bands aus der Region auftraten, darunter die The Dublinskis und die Veranstaltungsinitiatoren Boat People. Topact aber war „Purple Schulz“ mit seiner Mischung aus Popsongs, Chansons und Kabarett.

Stimmungsvoll eröffnete der Kölner sein Gastspiel mit erzählerischen, gefühlvollen Stücken wie „Ich hab Feuer gemacht“ oder „Fragezeichen“, ein Lied über Demenz.

Erst spät beglückte er das Publikum mit alten Hits wie „Kleine Seen“ und „Sehnsucht“, einem Stück über den Wunsch nach Freiheit. Als er dann seinen Superhit „Verliebte Jungs“ präsentierte, verwandelte sich die Domplatte zur Tanzfläche; viele Zuhörer sangen mit und schwelgten in Erinnerungen, während Purple Schulz virtuos wie verschwitzt die Bühne rockte. Nun folgte eine Uptempo-Nummer auf die nächste, Titel wie „Du hast mir gerade noch gefehlt zum Glück“ luden zum Mitsingen ein – ein toller Schlusspunkt für seinen Auftritt, dem sich ein Finale aller Festival-Akteure des Tages anschloss: Gemeinsam interpretierten auch Black Tiger, Schnitzel of Destiny sowie Berit & the Boys, „Hey Jude“ von den Beatles. Es geriet zur Hymne mit einem riesigen Background-Chor – vor der Bühne: Das Publikum sang ausgelassen mit und zerstreute sich erst, als die Verantwortlichen versprachen: „Es gibt ein ,Rock am Dom’ Nr. 4!“