Ohne Zwischenfälle
11.08.2008 | 17:38 Uhr 2008-08-11T17:38:00+0200
Einen Tag nach Sprengung der Kühltürme melden die wesentlichen Beteiligten: Alles verlief einwandfrei. Messergebnisse zur Umweltbelastung stehen allerdings noch aus.
Es war ein viel beachtetes Spektakel – nicht nur in Buer und Gelsenkirchen. Schon allein die Medienpräsenz zeigte, dass die Sprengung der beiden Kühltürme im Kraftwerk Scholven kein alltägliches Ereignis war. Dementsprechend viel Wert legten die Verantwortlichen auf eine gewissenhafte Vorbereitung und Durchführung der Aktion. Eine Sorgfalt, die sich am Ende ausgezahlt hat: Alle Beteiligten melden einen reibungslosen Ablauf.
So etwa das Technische Hilfswerk (THW), das eine ordnungsgemäße Absperrung des Geländes rund um das Kraftwerk gewährleistet hat. 55 Mitarbeiter vom Ortsverband Gelsenkirchen waren dabei im Einsatz. „Es ging alles wie geplant vonstatten”, berichtet der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit Dennis Vielahn. Teilweise hätten Autofahrer wegen der Straßensperrungen etwas erbost reagiert. „Die gibt es aber immer, egal um welche Absperrmaßnahmen es geht”, betont Vielahn. Es handele sich dabei aber wirklich nur um Einzelfälle.
Noch keine umfassenden Ergebnisse kann die Bezirksregierung Münster vorlegen, die die Kühlturmsprengung überwacht hat. Um die Umweltbelastung zu dokumentieren, hatte die Behörde das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz damit beauftragt, Staub- und Erschütterungsmessungen während der Sprengung durchzuführen. Die Auswertung der Daten werde allerdings noch eine Weile dauern, wie Pressesprecherin Ulla Lütkehermölle mitteilt. Grund: Durch den Regen sei der Staub feucht geworden und müsse nun erst einmal ganz vorsichtig getrocknet werden. „Bei den Erschütterungen gab es wohl keine Auffälligkeiten”, sagt Lütkehermölle. Doch auch hier stehe eine genauere Auswertung noch bevor.
Keinerlei Vorkommnisse meldet schließlich auch der Kraftwerksbetreiber Eon. „Es gab keine Zwischenfälle”, sagt Pressesprecherin Sabine Weichelt.
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