Nutzgarten geplant
20.06.2007 | 09:13 Uhr 2007-06-20T09:13:54+0200Das Haus der Freundschaft in der Schüngelbergsiedlung stellte künftige Planung vor. OB lobt die Arbeit: "Vorbildcharakter"
Das Haus der Freundschaft in der Schüngelbergsiedlung hat sein neues Programm für dieses und das kommende Jahr vorgestellt. Das bisherige Angebot, bestehend aus Mädchen- und Ökologiegruppe, Koch- und Sprachkursen, soll erweitert werden.
Geplant ist ein generationenübergreifender Nutzgarten, in dem Alt und Jung Erfahrungen sammeln und austauschen können. Mittelfristig ist auch ein Seniorencaf?e? in der Diskussion.
Da im historischen Teil der Siedlung viele ältere Menschen leben und im Gegensatz dazu im neu gebauten Teil hauptsächlich Familien ihr Heim haben, hält Pädagoge Ralf Schöning diesen Kontakt der Generationen für besonders wichtig. So könnten beide Seiten voneinander lernen. Außerdem würden die Rentner wieder "aktiv in das soziale Leben integriert".
In der Betreuung von Klein- und Schulkindern ist das Haus der Freundschaft schon immer stark gewesen. Nichts desto trotz soll dieser Bereich in Zukunft noch stärker gefördert werden. Besonders für Kinder unter drei Jahren soll ein Ganztagsangebot geschaffen werden. Schöning sagte aber, die Einrichtung wolle in Zukunft, "neben Jugend- auch mehr Stadtteilarbeit leisten."
Dass dies aufgrund der sozialen Struktur und dem hohen Anteil an Migranten in der Siedlung nötig sei, bekräftigte auch Oberbürgermeister Frank Baranowski, der anlässlich der Programmvorstellung zum Schüngelberg gekommen war und den "Vorbildcharakter" der Einrichtung für andere Stadteile lobte. Er und die anwesenden Vertreter der Sparkasse Gelsenkirchen versprachen weiterhin finanzielle Unterstüzung für die Pläne der ehrenamtlichen Mitarbeiter. Die Stadt wolle ihr Geld lieber für soziale Projekte ausgeben, als mit Verwahrlosung und Vandalismus zu kämpfen, versprach der OB. rt
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