Neuer Standort Waldschule: CDU für mehr Tempo

Der Wald als Lernort: Dies war der Ansatz der Waldschule in Buer, betrieben von der Kreisjägerschaft Gelsenkirchen.
Der Wald als Lernort: Dies war der Ansatz der Waldschule in Buer, betrieben von der Kreisjägerschaft Gelsenkirchen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Aufs Tempo drückt die CDU-Ratsfraktion in Sachen Waldschule in Buer: Dieser von der Kreisjägerschaft auf ehrenamtlicher Basis betriebene „Lernort Natur“ ist nach Sturm Ela unbrauchbar, ein Ersatz nicht in Sicht.

Gelsenkirchen-Buer..  Aufs Tempo drückt die CDU-Ratsfraktion in Sachen Waldschule in Buer: Dieser von der Kreisjägerschaft auf ehrenamtlicher Basis betriebene „Lernort Natur“ ist nach Sturm Ela unbrauchbar, ein Ersatz nicht in Sicht. Alfred Brosch, Sprecher der CDU-Fraktion im Betriebsausschuss Gelsendienste, fordert nun, sich deutlich früher mit diesem Thema zu befassen als in der nächsten Ausschuss-Sitzung am 20. Mai.

„Die Herrichtung eines Ersatzstandortes wird dem Betreiber ohnehin umfangreiches Engagement abverlangen. (...) (Es) kommt gerade Ehrenamtlern entgegen, wenn man hierzu die längeren Tage (Sommerzeit) nutzen kann. Dafür wäre eine Befassung des Ausschusses (...) (im) Mai zu spät“, begründet er.

„Kein guter Umgang mit Ehrenamtlern“

Die Waldschule – beheimatet im städtischen Betriebshof, Am Stadtwald 13 – ermögliche Kindern und Jugendlichen anschauliche Umweltbildung, hatte schon vor Kurzem CDU-Kreisvorsitzender Oliver Wittke, selbst Jäger, das ehrenamtliche Engagement der Kreisjägerschaft gewürdigt und die „Schließung“ des Lernortes als „kein gutes Beispiel für den Umgang mit Ehrenamtlern“ kritisiert. In einem Gespräch mit der CDU habe Stefan Lacher, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, „seiner Verwunderung Ausdruck verliehen, warum die Verwaltung bislang keine Alternative anbieten konnte“, so Brosch. Die Waldschulen-Betreiber hätten die Sturmschäden frühzeitig beseitigen wollen, die Stadt als Eigentümer habe aber kein Interesse daran gezeigt.

Das sei so nicht richtig, weist Stadt-Sprecher Martin Schulmann den Schließungs-Vorwurf auf Anfrage zurück. Eine Sanierung des von Gelsendienste angemieteten maroden Gebäudes rechne sich nicht. „Die Kreisjägerschaft hat sich nicht an uns gewandt, um eine Alternative zu suchen“, sagt er und rät zu einem Gespräch mit Bildungsdezernent Dr. Manfred Beck.