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Neuer Knoten im Seniorennetz

30.05.2012 | 10:30 Uhr
Neuer Knoten im Seniorennetz
Susanne Freudenberg-Biel und Astrid Hornschuh sind die Beraterinnen vor Ort. Foto: Thomas Goedde

Gelsenkirchen-Horst. Als 49-Jähriger gehört er zwar noch nicht zur Zielgruppe der ZWAR-Bewegung, und das Rentenalter liegt noch in weiter Ferne, trotzdem könnte das neue Infocenter des Seniorennetzes Gelsenkirchen irgendwann auch Oberbürgermeister Frank Baranowski bei der Bewältigung von Alltagsproblemen wertvolle Hilfe leisten. Bemerkte der Horster doch gestern bei der Eröffnung, dass die neue Anlaufstelle an der Industriestraße 15 „quasi bei mir um die Ecke liegt“.

Das Infocenter, das im Gemeindezentrum von St. Hippolytus Platz gefunden hat, ist bereits das dritte seiner Art in der Stadt und soll den älteren Menschen im Nordwesten Gelsenkirchens in Horst, Schaffrath, Beckhausen, Sutum und Heßler als Anlaufstelle dienen.

Das Center übernimmt die Funktion eines Knotens im dicht geflochteten Seniorennetz, das in den letzten Jahren in Gelsenkirchen geknüpft wurde. Hier laufen alle Fäden zusammen. Frei nach dem Motto „Es gibt genug Angebote und Informationen – man muss sie nur kennen“ können ältere Bürger im Infocenter von den beiden Mitarbeiterinnen Astrid Hornschuh und Susanne Freudenberg-Biel Navigationshilfen beim Lösen von Alltagsproblemen erwarten.

„Unsere Aufgabe ist es, individuell auf den Einzelfall zugeschnittene Informationen zu geben, gemeinsam Problemlösungen zu entwickeln und schließlich Hilfe zu vermitteln“, fassen die beiden Beraterinnen ihre Aufgaben zusammen. Und es ist ein breites Hilfs- und Informationsangebot, das das Seniorennetz zu Problemen rund um das Älterwerden unter einen Hut bringt.

Da ist zum Beispiel das Thema Pflege vom ambulanten Angebot nach einem Krankenhausaufenthalt bis zu Fragen der Pflegeversicherung und der Suche nach Heimplätzen.

Zu den selbst gestellten Aufgaben zählt zum Beispiel auch, ältere Menschen, die sich zu Wohngemeinschaften zusammenschließen wollen, bei der Verwirklichung ihres Vorhabens aktiv zu unterstützen. Ein breites Arbeitsfeld ist auch die Gesundheit. Hier gibt es Tipps und Ratschläge, wie man auch im Alter fit bleibt – und dazu wird auch Hilfe angeboten, entsprechende Gesundheitsgruppen und -kurse zu finden.

Schließlich ist das neue Infocenter an der Industriestraße auch Anlaufpunkt für nicht mehr ganz junge Bürger, die sich in ihrem Stadtteil engagieren wollen und Gleichgesinnte suchen, wie sie zum Beispiel in ZWAR-Gruppen aktiv sind.

Wenn es um das Wohnumfeld geht, sehen sich Astrid Hornschuh und Susanne Freudenberg-Biel nicht nur als Beraterinnen. Bei Stadtteil-Festen und Initiativen wie zum Beispiel beim „Runden Tisch Horst“ wollen sie aktiv mitmischen: „Wir sind froh, dass wir hier in der Kirchengemeinde Räume gefunden haben, da sind wir schon mitten im Geschehen. Jetzt müssen die Menschen nur noch wissen, dass es uns gibt.“ Vielleicht zählt irgendwann Frank Baranowski zu den „Kunden“, er weiß schließlich, wo das Infocenter liegt.

Peter Marnitz



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