Nachbarn finden die Bunkerfassade hässlich

Blickdichte Gardinen gegen einen hässlichen Ausblick: Die ersten Nachbarn am Westerholter Hochbunker auf der Kolpingstraße greifen bereits zur Eigenhilfe. Die schäbige Fassade des Bunkers ärgert sie aber trotzdem. Von einer Nachbarschaftsinitiative ist die Rede, die sich für eine schöne Fassade einsetzen will. Nach dem Abriss des Wohnteils im letzten Jahr ist zur Straße hin eine unschöne Fassade sichtbar geworden.

Seiteneingang wird zugemauert

Britta Stemick ist bei der Bundesanstalt für Immobilienverwaltung in Dortmund Fachbereichsleiterin für gewerbliche Immobilien. Sie will sich persönlich einen Eindruck vom Aussehen der Fassade verschaffen. „Wir sind mit den Arbeiten etwas in Verzug“, sagt sie. Bisher ist lediglich das Dach provisorisch mit Teerpappe abgedichtet worden. Das sei aber nicht die endgültige Lösung. Vorgesehen sei nun im ersten Schritt folgendes: Das Dach soll fertiggemacht und mit einer Metallkante an der Stirnseite versehen werden. Der Seiteneingang wird zugemauert und verputzt. An der gesamten Fassade will man die unebenen Stellen beiputzen.

Erst wenn das erledigt ist, könne man entscheiden, ob die Fassade doch noch eine Putzschicht bekommt, erklärt Britta Stemick. Sie beruft sich auf „das Geld der Steuerzahler“, mit dem man haushalten müsse. Ein kompletter Verputz würde rund 15 000 Euro kosten. Eine Alternative wäre die Begrünung mit Efeu. Doch für die Pflege würden auch dauerhaft Kosten entstehen. Also, sagt Britta Stemick, würde eine endgültige Entscheidung jetzt noch nicht gefällt, sondern erst, wenn man das Ergebnis der letzten Arbeiten anschauen kann.

Protest aus der Nachbarschaft

Schon kurz nach dem Abriss des um 1950 angebauten Wohnteils im letzten Jahr gab es Protest in der Nachbarschaft. Die Bunkerfassade sähe unmöglich aus und dürfe auf keinen Fall so bleiben, hieß es. Solange keine Gefahren vom Bunker ausgehen, könne die Stadt nichts machen, teilte diese mit. Denkbar seien allenfalls Gespräche.