Nach dem Schätzen gehen Läufer auf die Piste

Ob zu Fuß, im Kinderwagen oder auf dem Fahrrad: Der Rotary-Lauf lässt unterschiedliche Fortbewegungsarten zu.
Ob zu Fuß, im Kinderwagen oder auf dem Fahrrad: Der Rotary-Lauf lässt unterschiedliche Fortbewegungsarten zu.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Wie lange benötige ich für die fünf Kilometer durch den Stadtwald? Mit einer Schätzung der persönlichen Leistung mussten Freizeitsportler diese Frage beantworten, bevor sie am Benefiz-Lauf des Rotary Clubs Buer teilnehmen konnten.

Gelsenkirchen-Buer..  Manchmal reicht es einfach nicht, bei einem Wettlauf als erster über die Ziellinie zu laufen, um damit dann auch den ersten Preis zu gewinnen. Beim Benefizlauf, den der Rotary Club Gelsenkirchen-Buer seit vielen Jahren ausrichtet, stand vielmehr die eigene Einschätzung der Läuferinnen und Läufer im Mittelpunkt des sportlichen Interesses. Wie lange benötige ich für die fünf Kilometer durch den Stadtwald?

Diese Frage musste sich jeder Teilnehmer stellen und dann eine zeitliche Prognose vor dem Start abgeben.

Start und Ziel am Hundeplatz

Ohne Uhr zum Abgleich ging es dann auf die Strecke. „Leistungssportler, Kinder oder ältere Teilnehmer, jeder kann bei uns mitlaufen, und zwar in seinem Tempo“, erläutert Rüdiger von Schoenfeldt die Laufregeln. Gelsenkirchens ehemaliger Polizeipräsident organisiert für die Rotarier den traditionellen Spendenlauf. Bereits in der 15. Auflage befindet sich der Lauf, seit ein paar Jahren treffen sich die Laufsportsportler am Hundeübungsplatz an der Ressestraße. Dort befinden sich Start und Ziel.

Die Rotarier veranstalteten den Lauf dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Unternehmer Verband RuhrStadt und dem Polizeisportverein Gelsenkirchen. Insgesamt 87 Teilnehmer fanden den Weg zum Hundeübungsplatz, etwas weniger als in den Vorjahren, was am langen Wochenende gelegen haben könnte, vermutet Rüdiger von Schoenfeldt. Am besten einschätzen konnte sich am Ende Helge Esser, der nur eine Abweichung von vier Sekunden vorwies, was ein knapp besseres Ergebnis vor dem Zweiten Klaus-Dieter Sthmeier mit sechs Sekunden Abweichung und dem Dritten Philipp Pawlowski mit 13 Sekunden Abweichung bedeutete. Das wichtigste bei einem Benefizlauf ist aber natürlich nicht das Ergebnis des Laufs, sondern vielmehr die erbrachte Spendensumme. „Dieses Jahr sind 1500 Euro zusammen gekommen. Sie stammen zum Einem aus den Startgebühren und zum Anderen aus weiteren Spenden, die heute erbracht wurden. Wir sind sehr zufrieden damit“, fasst der Organisator zusammen.

Jugendkulturarbeit in Schalke

Die Summe geht an den Kinder- und Jugendkulturladen Lalok Libre in Schalke. „Wir möchten die ehrenamtliche Arbeit anerkennen und fördern“, so von Schoenfeldt. Venetia Harontzas vom Lalok und Inhaberin des Ehrenamtspreises zeigte sich sichtlich erfreut über die Spende. Das Geld soll in ein Projekt zur Unterstützung von Jugendlichen und Familien aus Rumänien und Bulgarien fließen.