Modernes Stadtquartier am Goldberg

Sie kam und kassierte ziemlich viel Lob: Die Architektin Monika Güldenberg hatte mit ihren Vorstellungen von einem modernen Stadtquartier auf dem Gelände des Amtsgerichts nicht nur die Jury überzeugt. Jetzt stellte sie die Pläne in der Bezirksvertretung Nord vor. Und die Politiker waren ebenfalls fasziniert.

2016 zieht die Belegschaft des Amtsgerichtes Buer bekanntlich in das neue Justizzentrum im Gelsenkirchener Süden. Danach soll das Gericht an der Goldbergstraße abgerissen werden. Für das City-nahe Grundstück hat Monika Güldenberg sozusagen die Erweiterung des „Wohnparks am Goldberg“ geplant.

In drei- bis fünfgeschossiger Bauweise sollen auf dem Areal circa 85 hochwertige und vor allem barrierefreien Wohnungen entstehen. Geplant sind vier sogenannte Punkthäuser, quadratische Stadtvillen, in denen pro Etage jeweils zwei Wohnungen vorgesehen sind. Dazu kommen drei L-förmige Gebäude. Hier finden auf jeder Etage etwa fünf Wohnungen Platz – alle Wohnungen werden übrigens mit einem Balkon ausgestattet.

Von dem man nicht unbedingt ins Wohnzimmer des Nachbarn schauen muss. Monika Güldenberg hat zwischen den Häusern Grünflächen eingeplant – sie können als Wohnhof, Quartiersplatz und Spielplatz genutzt werden.

Um den Verkehr möglichst aus dem Viertel herauszuhalten, ist eine große Tiefgarage geplant. Sie soll über die heute bereits bestehende Zufahrt zum Amtsgericht erreicht werden.

Zwar wird der heutige Parkplatz zwischen Amtsgericht und Max-Planck-Gymnasium wegfallen, doch die Politiker und Güldenberg sprachen sich fraktionsübergreifend für die Lösung mit der Tiefgarage aus. Darin sieht Andreas Est (CDU) „eine Aufwertung des gesamten Quartiers“. Es sei ein zu wertvolles Wohngebiet, um es mit Parkplätzen zu verplanen.

Die Verwaltung und die Architektin werden jetzt zügig einen Bebauungsplan aufstellen. Zudem wird das Projekt in den nächsten Monaten der Öffentlichkeit vorgestellt. Sollte alles gut gehen – und ein Investor gefunden werden – könnten die Bagger bereits im Laufe des Jahres 2016 am Goldberg anrücken.