Middelicher Schützen belohnen gutes Zielen mit Ostereiern

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Was wir bereits wissen
Es ist gute Tradition und eine reine Spaßveranstaltung, das Ostereier-Schießen der Schützen in Erle-Middelich. Teilnehmen durfte am Samstag wieder jeder, der wollte und mindestens zwölf Jahre alt war. Zahlreiche Gäste hatten ihre Eier bereits verplant. Bei vielen stand Eiersalat auf der wochenendlichen Speisekarte.

Gelsenkirchen-Erle..  Heute darf jeder mal ran. Kein Platz am Schießstand der Middelicher Schützen ist leer. Dahinter stehen gar motivierte Menschen an, die auch ihr Glück versuchen wollen. Denn heute ist der Erfolg auf besondere Weise messbar: Gute Schützen werden mit zahlreichen bunten Ostereiern belohnt.

Allerdings nur, wenn man die ungeraden Zahlen auf der kleinen Zielscheibe trifft. Für eine geschossene Neun darf man fünf Eier mitnehmen - der größte Erfolg pro Schuss. Damit keiner leer ausgeht, stehen Unmengen Eier bereit. „Ich habe 3000 Eier geordert. Und die sind heute Abend alle weg. Meisten muss ich nachbestellen“, lacht Thomas Timpert, Leiter der Sportabteilung. „Das ist eine reine Spaßveranstaltung“, freut er sich über den regen Zulauf. „Das ist traditionell die Veranstaltung, die am besten besucht ist.“

Hohe Sicherheitsauflagen

Einer derer, die immer wieder kommen, ohne jedoch im Verein organisiert zu sein, ist Rolf Trommler. „Es macht mir einfach Spaß zu schießen.“ Und das könne er auch ganz gut. Was er mit den Eiern macht? „Die verteile ich später in meiner Gaststätte, dem Berger Krug.“

Sie werden gut betreut, die Gäste. „Das geschieht unter hohen Sicherheitsauflagen“, erklärt Timpert. Aber das ist es den Schützen wert. „Wir möchten ja auch neue Mitglieder anwerben. Wir haben ja schließlich im Moment nicht die beste Lobby.“ Und so will man heute zarte Bande knüpfen. „Heute ist Zeit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen“, meint Vorsitzender Harald Tondorf, der für die Schnitzel, die es später gibt, verantwortlich zeichnet. „Heute muss der Chef auch selbst anpacken“, lacht er.

Wechsel am Schießstand: Helga Hohnen ist an der Reihe. „Ich war zehn Jahre hier im Verein und mache aus Spaß mit. Ich wollte nicht mehr schießen. Nur einmal im Jahr vor Ostern mache ich eine Ausnahme.“ Ihr Ehrgeiz wird nicht von Eiern getrieben. Mit den drei Zielscheiben aus Papier könnte sie 15 Eier ergattern. „Aber wer soll die alle essen?“

Die Damen, die unten vor der Tür zusammen stehen, kennen die Antwort. Für sie können es gar nicht genug Eier werden: „Davon machen wir Eiersalat. ist doch klar.“