Mehr Raum für individuelle Angebote in Gelsenkirchen Sutum

Zum Geburtstag schaute auch Bürgermeister Frank Baranowski an der Kita Agnesstraße vorbei.
Zum Geburtstag schaute auch Bürgermeister Frank Baranowski an der Kita Agnesstraße vorbei.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Kindertagesstätte an der Agnesstraße in Sutum feierte Geburtstag und – noch viel wichtiger –eine bauliche Erweiterung mit neuen Therapieräumen. 16 Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf werden in der Kita betreut.

Ihren 20. Geburtstag feierte am Samstag die Kita an der Agnesstraße in Sutum. Der eigentliche Grund zu feiern war jedoch ein anderer: Die Tageseinrichtung konnte die neuen Räumlichkeiten der Öffentlichkeit präsentieren, die durch hausinterne Umbauten gewonnen wurden.

Eigentlich, so Einrichtungsleiterin Romy Schneider, hatte man gerne anbauen wollen. Dafür aber gab es keine Baugenehmigung. So entwickelte man die Idee, den Eingang zu verlegen und die vorhandene Fläche effizienter zu nutzen. Jetzt bieten neue Therapieräume, Sanitäranlagen und ein Wickelraum der additiven Einrichtung mehr Raum für ihre Arbeit, werden hier doch 16 Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf betreut.

Konzept der bestmöglichen Betreuung

Sechs von ihnen haben den Förderschwerpunkt Sprache. „Das gibt es nur bei uns“, so Schneider, die auch gleich erklärt, wie solche Schwierigkeiten aussehen. „Hier liegen schon logopädische Ursachen vor.“ Das Konzept der bestmöglichen Betreuung ist an der Agnesstraße durchaus einfach: „Die Kinder sind hier – Wir leben, lernen und spielen zusammen.“

Wenn es doch einmal Schwierigkeiten gibt, stehen auch Fachberater von GeKita, wie Nursel Balci, den Erzieherinnen und Therapeutinnen zur Seite. Aber auch den Eltern von Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf. „Als Träger haben wir das Angebot des LWL erweitert, der für die Kinder einen Transport um 9 und 15 Uhr anbietet. Wir haben aber gesagt, wir wollen berufstätige Eltern mehr entlasten.“ So können Eltern betroffener Kinder die Kleinen, sofern sie den Transport selbst organisieren, auch früher bringen oder später abholen.

Kinder profitieren vom Miteinander

Das Konzept der Kindertageseinrichtung kommt auch bei den Eltern gut an. „Es geht in den Gruppen sehr familiär zu“, berichtet Nadine Giese, deren Sohn die Einrichtung besucht und hier spielerisch Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf kennen lernte. „Mein Sohn geht gut damit um und kommt gut mit den Kindern klar.“

Für die Eltern bedeuten die neuen Erfahrungen des Kindes durchaus, das Erlebte zu Hause noch einmal zu besprechen. „Jemand hier hat einen Sprachcomputer. Da haben wir ihm erklärt, was das ist“, so Nadine Giese. Und die Patentante, Michelle Lange, ergänzt: „Wenn wir selbst eine Frage haben, können wir uns auch an die Erzieher wenden.“ Dass ihr Sohn von dem Miteinander profitiert, davon ist Nadine Giese überzeugt. „Für das spätere Leben ist es doch ein Vorteil, den Umgang mit diesen Kindern gelernt zu haben.“

Gelungene Inklusion ist das Aushängeschild der Einrichtung. Das zeigte sich auch am Samstag. Zu Gast waren auch Bewohner des benachbarten Seniorenzentrums für Menschen mit Demenz.