„Markt am Dom“ belebt seit fast einem Jahr die Domplatte

Bei der Premiere war’s rappelvoll, mittlerweile hat der „Markt am Dom“ sich Stammkunden erarbeitet.
Bei der Premiere war’s rappelvoll, mittlerweile hat der „Markt am Dom“ sich Stammkunden erarbeitet.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der Feierabendmarkt rund um St. Urbanus in Gelsenkirchen-Buer wurde erstmals im April 2014 aufgebaut. Im Durchschnitt kommen etwa 2000 bis 3000 Kunden, so Gelsendienste. Im Laufe eines Jahres hat der „Markt am Dom“ mehrfach seine Präsentation geändert.

Essen, trinken, treffen: Diesem offenbar in Buer sehr ausgeprägten Bedürfnis kommt der „Markt am Dom“ seit fast einem Jahr nach. Dabei bietet der Feierabendmarkt rund um St. Urbanus — immer donnerstags zwischen 16 und 20 Uhr — mehr: Obst und Gemüse vom Selbsterzeuger, frischen und geräucherten Fisch, Fleisch von besonderer Qualität, Erbsensuppe, Bratwurst vom Grill, italienische Kleinigkeiten, Oliven, Brotaufstrich, Trockenfrüchte, Flammkuchen und jetzt, wenn’s wärmer wird, auch wieder Blumen.

Wilhelm Weßels vom Marktveranstalter Gelsendienste hat Statistik für das vergangene Jahr geführt: „An 34 Markttagen waren 751 Händler da, im Durchschnitt pro Feierabendmarkt 22 Händler. In den vier Stunden kommen schätzungsweise 2000 bis 3000 Kunden.“

Im Laufe eines Jahres hat der „Markt am Dom“ mehrfach seine Präsentation geändert: Der Obst- und Gemüsehändler vom Premierentag hat gleich danach das Handtuch geworfen, Simon Schräder und Philipp Burkert bieten „Edles Fleisch“ zu ebensolchen Preisen und auch dann an, wenn die Temperaturen tief sind und der frische Wind kräftig um St. Urbanus pfeift.

Dass der „Markt am Dom“eine Konkurrenz zum Wochenmarkt nur wenige Meter entfernt an der Springestraße darstellt, glaubt Weßels nicht: „Der buersche Wochenmarkt ist an allen drei Tagen lukrativ, bietet eine große Sortimentsvielfalt und samstags keine Erweiterungsmöglichkeit mehr.“

Dort seien häufig Kunden zu sehen, die Einkäufe für Ein- oder Zwei-Personen-Haushalte erledigen. Auf dem „Markt am Dom“ ist das Publikum bunt gemischt, zum entspannten Bummeln aufgelegt und gern bereit, zum Probierhäppchen zu greifen. Außerdem werden Tische und Bänke zum Verweilen aufgestellt, große Schirme bieten Regen- und Sonnenschutz, begleitet Musik den Einkauf auf dem Feierabendmarkt.

751 waren an 34 Markttagen vor Ort

Um diese besondere Atmosphäre auch weiterhin sichern zu können und die Verbundenheit der Bueraner mit „ihrem“ Feierabendmarkt zu dokumentieren, rufen die Gelsendienste zu einer besonderen Aktion auf: „Markt am Dom 2015 — Ich bin dabei“ steht auf Buttons, die an den Marktständen, aber auch im benachbarten Einzelhandel und in der Gastronomie zum Preis von je fünf Euro erworben werden können. Aus den Einnahmen soll das musikalische Begleitprogramm auch in Zukunft sichergestellt und ausgebaut werden. Eine symbolische Geste, wie Weßels findet: „Bei 50 Markttagen im Jahr wären das nur zehn Cent pro Feierabendmarkt.“