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Aktion für die Hugobahn

Kunst für die dunkle Höhle

02.06.2009 | 17:37 Uhr
Kunst für die dunkle Höhle

„Don Alfredo” ist wieder aktiv: Der Retter des Bahnwärterhäuschens in Beckhausen will die nahe gelegene A-2-Unterführung bemalen lassen und sucht Sponsoren.

„Don Alfredo”, der Retter des historischen Bahnwärterhäuschens in Beckhausen, kann's nicht lassen: Schon hat er sich wieder ein Projekt vorgenommen, nachdem das Bahnwärterhäuschen als gerettet und saniert angesehen werden kann. Alfred Konter, wie kaum jemand „Don Alfredo” in Beckhausen ruft, will die Autobahnunterführung des Radwanderweges auf der alten Hugobahn - keine 200 Meter vom Häuschen entfernt - künstlerisch gestalten lassen. Schon in zwei Wochen soll es losgehen.

„Das wird eine ganz dolle Sache”, erzählt Konter. Mit zwei großflächigen, farbigen Darstellungen (eine Ansicht von Hugo I. aus dem Jahr 1954 und eine zweite von der Hugo-Kokerei aus 1976) soll einerseits die Erinnerung an die Bergbaugeschichte von Buer wach gehalten werden, andererseits eine ziemlich dunkle Höhle verschwinden. Denn Licht kommt auch in die Unterführung, bzw. an die Kunstwerke. Das habe der Regionalverband Ruhrgebiet bereits zugesichert, erzählt Don Alfredo. So soll die Radstrecke insgesamt attraktiver werden. "Den Radweg auf der Hugobahn nutzen täglich hunderte Bürger, auch Leute von auswärts. Der ist inzwischen zu einer richtigen Promenade geworden.”

Innerhalb von fünf Tagen wird die Dortmunder Künstlergruppe „MoreThanWord” die zwei je 300 qm großen Wände bemalen - die übrigens zum Schutz vor Sprayern mit einer Antigraffitibeschichtung versehen werden. Die Gruppe hat ähnliche Projekte bereits fertig gestellt: Zum Beispiel die Wandbilder auf dem Alten Markt in Herten wie auch den Bauzaun der Großbaustelle ThyssenKrupp in Essen. Der Landesbetrieb Straßen.NRW als Eigentümber der A-2-Brücke hat der Aktion übrigens bereits zugestimmt.

Was jetzt noch fehlt, ist Geld. „Das krieg ich aber schon zusammen”, ist sich Konter, kürzlich 80 Jahre jung geworden, sicher. Rund 25 000 € kostet die künstlerische Gestaltung, zu der noch Sponsoren gesucht werden. Konter setzt auf heimatverbundene Firmen, freut sich aber auch über jede Kleinspende, die am Bahnwärterhäuschen (da ist „Don Alfredo” täglich zwischen 10 und 13 Uhr) abgegeben werden kann. „Auf Wunsch”, verrät Konter, „können die Sponsoren auf der bemalten Wand verewigt werden.” Hoffentlich bleibt genügend Platz...

Georg Meinert

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