Kriminalgeschichten aus dem Gelsenkirchener Norden

Dackel und ihre Besitzer werden in Hermann Rensings Krimi mit Vorliebe ermordet.
Dackel und ihre Besitzer werden in Hermann Rensings Krimi mit Vorliebe ermordet.
Foto: imago stock&people
Was wir bereits wissen
Der ehemalige Resser Hermann Rensing hat einen Krimi geschrieben, in dem seine alte Heimat neben Dackeln eine Rolle spielt. Udo Bürger hat historische Morde ausgebuddelt. Auch solche, die in vergangenen Jahrhunderten in Buer begangen wurden.

Gleich zwei Bücher sind in diesen Tagen erschienen, die sich mit Morden im Gelsenkirchener Norden befassen.

Auf einem Bauernhof in Resse wuchs Hermann Rensing auf. Während seiner Schulzeit am MPG versuchte er sich bereits als Autor und arbeitete für die Shülerzeitung. Das Schreiben ließ ihn auch während seines Tiermedizin-Studiums nicht los. Im Selbstverlag veröffentlichte er ein Märchen und einen Krimi. „Beides ziemlich erfolglos“, sagt Rensing heute. 2014 hat er es dann geschafft. „Es fand sich wahrhaftig ein Verlag zur Veröffentlichung meines ersten Krimis“.

Tierarzt mit kriminalistischem Spürsinn

Dieser spielt in Northeim und natürlich auch in Resse. Dort wird die Leiche eines Rentners im Schaufenster einer Versicherungsagentur gefunden. Eindeutig Mord! Seltsam nur, dass der Dackel des Toten verschwunden ist. Hauptkommissar Kowalski ermittelt. Doch die Ereignisse überschlagen sich: Ein weiterer Mord geschieht, wieder trifft es einen Dackelbesitzer, wieder fehlt von dem Tier jede Spur.

Kowalski ist mit seiner Weisheit am Ende; nur gut, dass seine Assistentin Lena und ihr Freund, ein Tierarzt mit kriminalistischem Spürsinn, ihn auf die richtige Fährte bringen. Doch das Morden geht weiter…

Info: Hermann Rensing, Hundeliebe: Ein Northeim-Krimi, 194 Seiten, ISBN 978-3943465020, 12 Euro.

Westfälische Kriminalfälle

Von Mord und Totschlag, berüchtigten Räuberbanden, Überfällen und Betrugsversuchen berichtet Udo Bürger in seiner neuen Veröffentlichung zu westfälischen Kriminalfällen der Jahre 1815 bis 1918, die gerade im Ardey-Verlag erschienen ist.

Bürger erzählt nicht nur mörderische Geschichten. Er erklärt auch, wie man einen Verbrecher mit den Möglichkeiten der damaligen Kriminalistik ohne Fingerabdrücke und DNA-Vergleich überführte? Was hat es mit der legendären „Buerschen Überfall von 1891“ auf sich? Anschaulich gibt der Autor mit Hilfe von Gerichtsakten und Zeitungsartikeln Einblicke in das soziale und wirtschaftliche Leben des 19. Jahrhunderts und seine Abgründe – in drei Fällen auch in die von Buer.

Info: Udo Bürger, Westfälische Unterwelt - Historische Kriminalfälle und Hinrichtungen in Westfalen, 320 Seiten, 14.95 Euro, ISBN 978-3-87023-376-1