Konsum und Überfluss: „In der Welt läuft einiges schief“

So sehr sich Ellen Schostok in Ghana eingewöhnt hat, so kritisch sieht sie nun die „unnötig große Auswahl bei eigentlich allem in Deutschland. Hier vor Ort wird mir bewusst, wie schief einige Dinge in der Welt laufen, wenn etwa die in Deutschland ausrangierten Fahrzeuge in Ghana als Kleinbusse im Einsatz sind; oder wenn es nur eine recht teure Sorte Schokolade gibt, obwohl in der Umgebung sehr viel Kakao angebaut wird, der aber fast komplett für den Export bestimmt ist.“

Umgekehrt ist sie aber auch genervt davon, dass ihr als Europäerin „Obruni“-Preise in Nationalparks oder im Krankenhaus abverlangt werden, „weil die Leute meinen, man kennt sich nicht aus“. Missen möchte sie ihre Zeit in Ghana aber schon jetzt nicht: „So ein Freiwilliges Auslandsjahr ist eine tolle Erfahrung!“

Und die Zukunft? Die 19-Jährige braucht nicht lange zu überlegen: „Nach meiner Rückkehr nach Gelsenkirchen im August möchte ich Not- und Katastrophenhilfe oder Internationale Soziale Arbeit studieren und Spanisch lernen, damit ich später auch in Süd-Amerika arbeiten kann.“