Körnerstraße: Künftig regelmäßige Tempo-Kontrollen

Die SPD-Fraktion der Bezirksvertretung Nord informierte sich vor Ort an der Körnerstraße bei der Verwaltung über die Tempomessungen.
Die SPD-Fraktion der Bezirksvertretung Nord informierte sich vor Ort an der Körnerstraße bei der Verwaltung über die Tempomessungen.
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Was wir bereits wissen
Weil Anwohner sich beschwert hatten, im südlichen Teil der Körnerstraße in Hassel werde gerast, hatte die Verwaltung das Tempo messen lassen. Das Ergebnis rief jetzt die SPD-Fraktion im Bezirk Nord auf den Plan.

Gelsenkirchen-Hassel..  Weil Anwohner sich beschwert hatten, im südlichen Teil der Körnerstraße in Hassel werde gerast, hatte die städtische Verwaltung entsprechende Messungen durchführen lassen und über deren Ergebnis die Bezirksvertretung informiert. Diese Stellungnahme hatte die Politik auf den Plan gerufen, führen doch 76 Prozent der Fahrzeuge zu schnell – und das erheblich.

Beim Ortstermin am gestrigen Dienstag jedoch, zu dem sowohl Vertreter der Verwaltung als auch der BV Nord sowie der SPD-Bezirksverordnete Dominic Schneider erschienen – er hatte die Problematik öffentlich gemacht – herrschte schnell eine gewisse Ratlosigkeit. Denn die in der Vorlage beschriebene Durchschnittsgeschwindigkeit von 41,7 Stundenkilometern entpuppte sich als falsch. „Es ist vielmehr so, dass 85 Prozent der Fahrzeuge, die zu schnell fuhren, nicht schneller als 41,7 Stundenkilometer fuhren“, so Peter Bürgel aus dem Referat Verkehr, Abteilung Verkehrsordnung. Die große Zahl der erfassten Fahrer sei eine Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 31 bis 35 Stundenkilometern gefahren. Für Klemens Wittebur, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Nord, war auch das schon zuviel. „Aber sie kennen doch das normale Leben“, beschwichtigte Jörg Konietzka, Referat Verkehr, Abteilung Verkehrsplanung.

An Betroffene appellieren

Guter Rat war teuer am Dienstag an der Körnerstraße. Denn Erfolg versprechende Konzepte gab es nicht. Allein Konietzka regte an, die Anwohner sollten einseitig am rechten Fahrbahnrand parken. Das sei ohnehin das einzige, was den Verkehrsregeln entspreche und mache zudem die Straße enger und schlechter einsehbar. Das habe stets spürbare Folgen. Zudem werde an dieser Stelle künftig regelmäßig geblitzt.

Und so ging man auseinander mit der Willensbekundung, die Problematik zu beobachten. „Die Situation ist nicht einfach“, resümierte am Ende Dominic Schneider. „Es war natürlich unglücklich, dass die Verwaltungsvorlage fehlerhaft war. Die Lösung scheint erst einmal zu sein, dass die Anwohner am Rand parken. Dahingehend werde ich an die Betroffenen appellieren.“ Nun wolle man sich auf politischer Ebene wieder beraten.