Knöllchen für die Anlieferung auf dem Bürgersteig

Zu allem Ärger über die Baustelle Horster Straße dann auch noch das: Weil Britta Karaca ihren Kleinwagen kurz auf dem breiten Bürgersteig geparkt hatte, um ihren Kiosk mit Nachschub zu versorgen, stellte ihr eine Politesse ein 20-Euro-Knöllchen aus. Und dann flatterte ihr der alljährliche Gebührenbescheid (102 Euro) für die Sondernutzung der Fläche vor dem Kiosk ins Haus. Dort stellt sie ab dem Frühjahr immer Tisch und Stühle heraus. Aber jetzt? Britta Karaca fragt sich: „Welcher Kunde will dort sitzen und die Baustelle begucken?“ Oliver Schäfer, Sprecher der Stadtverwaltung, entschuldigt sich: „Wir können die Verärgerung nachvollziehen. Das Verwarnungsgeld und die Sondernutzungsgebühr hätten angesichts der Folgen der Baustelle nicht sein müssen.“ Die Stadt werde die Bescheide zurücknehmen und die Kosten erstatten. Schon während der Arbeiten an der Kulturmeile sei man bemüht gewesen, gemeinsam mit den Anliegern nach Lösungen zu suchen. Schäfer: „In Buer wie in Beckhausen haben die Anwohner sehr viel Geduld bewiesen.“