Klein aber fein
17.04.2010 | 10:04 Uhr 2010-04-17T10:04:00+0200
Der Förderverein Schacht Hugo 2 beteiligt sich an der Ruhr2010-Aktion „Schachtzeichen“ und stellt dafür ein buntes Programm auf die Beine.
Klein aber fein ist das Motto der Veranstaltungen anlässlich der im Mai stattfindenden Ruhr2010-Aktion „Schachtzeichen“ rund um die Zeche Hugo. Und trotzdem haben die Veranstalter rund um Klaus Herzmanatus einige zu bieten: von Comedy bis zu japanischem Trommeln.
„Unser Ziel ist es, die Chance zu nutzen, den Menschen diese Kulisse, diesen Ort nahe zu bringen und gleichzeitig tolle Veranstaltungen zu bieten“, erklärt Herzmanatus. Ganz bewusst entschied er sich mit seinem Team dafür, die Eintrittskarten für die Abendveranstaltungen auf 100 zu limitieren. „Weil wir eigentlich einen musealen Charakter hier haben und auch nicht übertreiben wollen. Man sollte auf dem Teppich bleiben.“ Und das oberste Ziel sei eben die Sicherheit der Gäste, meint der Hugo-Förderer.
Eröffnet werden die „Schachtzeichen“ auf Hugo mit einem Konzert von Magic Lauster am Sonntag, 23. Mai, um 20 Uhr. Der Ruhrgebietsbarde gehört fast schon zum Inventar und ist seit der ersten Stunde ein Unterstützer des ehrenamtlichen Engagements des Fördervereins. Am Donnerstag, 27. Mai, präsentiert die japanische Trommelgruppe „Wadokyo“ aus Düsseldorf „Taiko - The Power Of Drums“. „Das ist eine echte Hausnummer“, freut sich Herzmanatus über das Gastspiel der Gruppe, die auf Hugo eine verkürzte Version des Programms vorstellt. Nur einen Tag später ist „Der Obel“ auf dem Pütt zu Gast. Er bietet Kabarett und Comedy unter dem Titel „Alles rund“.
An allen anderen Tagen wird der Förderverein kleinere Veranstaltungen anbieten. So stellt die THS an einem Tag ihre neuen Solarmobile zur Verfügung, mit denen interessierte Gäste auf die Rungenberghalde gefahren werden. „Denn von da oben kann man fast alle Schachtzeichen sehen“, schwärmt Herzmanatus von dem weiten Blick von der Halde aus, der sicherlich auch viele Hobbyfotografen begeistern wird. Daneben gehört eine Vorführung der Höhenretter der Gelsenkirchener Feuerwehr zum Programm, „die seilen sich vom Förderturm ab“, und eine Aktion mit dem Landesbetrieb Forst und Wald NRW, der auch den Ballon über Schacht 2 finanziert. Ein weiterer über Schacht 1/4 wird vom Wohnungsbaukonzern THS gesponsort.
Da das Gelände nach wie vor unter Bergaufsicht steht, können die Tore zum Gelände nicht den ganzen Tag über geöffnet bleiben, weist Herzmanatus hin. Während der Öffnungszeiten sorgt der Förderverein aber für eine Eskorte für alle Besucher zum Schacht 2 der Zeche Hugo.
Wichtig war den Veranstaltern, den „Schachtzeichen“ auch gewachsen zu sein, Qualität zu bieten, aber in kleinem Rahmen. Denn immerhin wird alles von ehrenamtlichen Helfern ausgerichtet. Ein Team, auf das sich Klaus Herzmanatus schon lange verlassen kann. Und fügt hinzu:„Ich sag es mal im Fußball-Jargon: Mit der Mannschaft, da spielen wir in der Champions-League.“
Ab nächster Woche sind die Karten zu den Veranstaltungen auf Hugo erhältlich. Der Eintritt zum Konzert von Magic Lauster und „Wadokyo“ kostet jeweils 8 €, die Tickets für „der Obel“ sind für 10 € zu haben. Karten gibt es immer dienstags im kleinen Museum oder täglich in den Autohäusern Turowski.
22:08
#1
Mann, da kannste nur noch die Abrissbirne kreisen lassen.
10:48
Mit dem für die albernen Ballons verschwendeten Geld könnte man die erhaltenen Schachtgerüste konservieren. Oder zumindest einen Teil davon. DAVON hätte die Region etwas...