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Fernweh

Kellnern am Ayer's Rock

09.08.2010 | 10:00 Uhr
Kellnern am Ayer's Rock

Abiturientin Kim Steiner will sieben Monate in Australien arbeiten und leben.

„Eigentlich ist die Idee aus einem Spaß entstanden“, berichtet Kim Steiner. „Ich habe mit einer Freundin zusammengesessen und irgendwann hieß es: Komm, wir machen das.“ „Das“ - damit meint die Abiturientin einen siebenmonatigen Aufenthalt in Australien.

Mit dem „Wirk & Travel“-Programm der AIFS (American Institute for Foreign Study) jettet die 19-Järhige heute nach down under. Nach dem 26-stündigen Flug („Hoffentlich wird’s nicht zu eng“) mit Zwischenstopp in Singapur steht aber keineswegs Müßiggang und Sightseeing auf dem Programm, sondern auch harte Arbeit. Denn wie der Name des Programms schon richtig suggeriert, wird sich die Bueranerin ihren Lebensunterhalt durch Jobs vor Ort finanzieren müssen.

„Ich hoffe, dass es nicht zu schlimm wird, was die Jobs angeht, und sich die Möglichkeit ergibt, zu kellnern“, sagt Kim Steiner. „Denn ansonsten bleibt wohl nur Fruitpicking.“  Und sich als Erntehelfer auf den Plantagen zu verdingen, geht schon ordentlich an die Substanz.

Außerdem will man ja auch noch Land und Leute kennenlernen. „Australien finde ich in Sachen Natur und Kultur einfach interessanter, als zum Beispiel ein Jahr als Au Pair in die USA zu gehen.“ Einen Reiseplan hat sich Kim auch schon zurecht gelegt. „Wir landen in Sidney und wollen dann die Ostküste hoch reisen  bis nach Melbourne und zwischendurch natürlich auch den Ayer’s Rock besuchen.“

Und... Hat die Abiturientin Angst, sieben Monaten auf sich allein gestellte auf einem fremden Kontinent zu leben? „Bis jetzt eigentlich nicht, aber so langsam wird mir schon ein bisschen mulmig“, berichtet sie kurz vor dem Abflug.

Immerhin: Um die Sprachbarriere macht sich Kim Steiner keine Sorgen. „Ich habe mir zwar schon seit Wochen vorgenommen, englische Filme anzuschauen, was ich natürlich nicht gemacht habe. Aber auch so wird man bestimmt schnell in Sprache und Akzent rein kommen.“ Schließlich hat sie ja auch einschlägige Erfahrung in Sachen Kellnern. Ob jetzt ein „Bier“ oder ein „beer“ bestellt wird, macht auch keinen Unterschied.

Im März wird Kim Steiner wieder in die Heimat zurückkehren. Länger als sieben Monate wollte sie nicht in Australien verbringen, denn: „Ich habe vor kurzem ein Pferd geschenkt bekommen.“

Sebastian Konopka

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