Keine A-52-Erörterung in Sicht

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Noch ist kein Erörterungstermin für die A-52-Planung auf Gladbecker Gebiet in Sicht. Das bestätigte Pressesprecher Thomas Drewitz von der Bezirksregierung Münster. Eigentlich hätte diese öffentliche Erörterung bereits im Mai stattfinden müssen. Denn die Einwendungsfrist für den A-52-Abschnitt auf Gladbecker Gebiet zwischen Stadtgrenze Bottrop und A 2 lief bereits am 20. Februar ab. Innerhalb von drei Monaten nach Ablauf dieser Frist hätten die erhobenen Einwendungen in einer großen öffentlichen Veranstaltung im Detail erörtert werden müssen. Dazu ist es bislang nicht gekommen. Die insgesamt über 1400 eingegangenen Einwendungen sowie die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange seien dem Landesbetrieb Straßen.NRW „mit der Bitte um Gegenäußerung übersandt“, erläutert Thomas Drewitz.

Aufgrund der Vielzahl der abgegebenen Stellungnahmen sei es derzeit nicht möglich, ein exaktes Datum für den vorgeschriebenen Erörterungstermin zu benennen. Thomas Drewitz unterstreicht nochmals die besondere Bedeutung des Erörterungstermins: „Für die Bezirksregierung ist dieser Termin das Kernstück des Anhörungsverfahrens. Er dient dazu, das Vorhaben und seine Auswirkungen mit den Einwendern und Betroffenen sachlich zu erörtern.“

Anfang Juni hatte Gladbecks Bürgerforum-Chef Matthias Raith die Einhaltung der verbindlich vorgesehenen Fristen gefordert. „So kann man mit den Gladbeckern nicht umgehen“, meint Raith, der bereits größere Werteverluste am lokalen Grundstücksmarkt diagnostiziert, weil das Planfeststellungsverfahren mit einer Veränderungssperre auf Grundstücken entlang der Trasse verbunden sei. Der A-52-Schwebezustand schädige die Grundeigentümer.